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Indodax delistet 22 Krypto-Assets: Handel und Einzahlungen enden am 10. September 2026
Von KryptoRatgeber · veröffentlicht 03. September 2026

Die indonesische Krypto-Handelsplattform Indodax hat angekündigt, zum 10. September 2026 insgesamt 22 Krypto-Assets von ihrer Plattform zu entfernen — darunter Token wie CEL, REN und LOOKS. Ab diesem Datum werden Handel und Einzahlungen für die betroffenen Coins eingestellt; Auszahlungen sollen laut Indodax bis zum 10. Oktober 2026 grundsätzlich möglich bleiben, wobei die Plattform ausdrücklich auf mögliche Einschränkungen durch Netzwerkprobleme oder fehlende Projektunterstützung hinweist. Für deutsche Anleger, die eines dieser Assets halten, lohnt ein genauer Blick auf die Fristen und Bedingungen.
22 Token, zwei Fristen, ein Monat Zeit: Was Indodax-Nutzer jetzt wissen müssen
Betroffen sind laut Informasi Delisting 22 Aset Kripto (Indodax Blog) folgende Assets: DEFI, LOOKS, DENT, HAPPY, FWOG, RSS3, BAKE, BADGER, REN, DVI, CEL, VOLT, SFI, ELF, PYR, WNXM, DNT, ZKWASM, NFP, TWELVE, KUNCI und GMMT. Eine bunte Mischung — von einst populären DeFi-Token wie BADGER und REN bis hin zu weniger bekannten Projekten wie KUNCI und GMMT.
Der Stichtag für Handel und Einzahlungen ist der 10. September 2026 um 14:00 Uhr Ortszeit Jakarta (WIB, UTC+7) — das entspricht 09:00 Uhr MESZ. Offene Kauf- oder Verkaufsaufträge, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht ausgeführt wurden, storniert das System automatisch.
Für Auszahlungen gilt eine Nachfrist bis zum 10. Oktober 2026, 14:00 Uhr WIB. Indodax weist jedoch ausdrücklich darauf hin, dass Auszahlungen nicht in jedem Fall garantiert sind: Netzwerkprobleme oder eine fehlende Unterstützung durch die jeweiligen Projekte können Transfers verzögern oder verhindern. Assets, die nach Ablauf der Frist noch auf der Plattform verbleiben, werden gemäß den Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Indodax verwaltet — was im Klartext bedeutet: Die Plattform entscheidet dann, was damit geschieht.
Was ein Delisting auf einer fernen Börse für deutsche Anleger trotzdem bedeutet
Indodax ist eine indonesische Plattform — warum sollte das hierzulande relevant sein? Weil internationale Krypto-Börsen keine Grenzen kennen. Wer eines der 22 betroffenen Assets dort hält, sitzt in derselben Situation wie ein Nutzer in Jakarta: Handlungsbedarf bis September 2026.
Die Liste der delisteten Token verdient einen zweiten Blick. Darunter befinden sich Assets mit teils turbulenter Vergangenheit: CEL etwa ist der Token der 2022 kollabierten Plattform Celsius Network. REN verlor nach dem Zusammenbruch von Alameda Research, das das Projekt finanziert hatte, seinen Rückhalt. Solche Token auf einer Plattform zu halten, birgt ein doppeltes Risiko — das des Projekts selbst und das der Börse. Das Delisting ist hier weniger überraschend als konsequent.
Wichtig für alle Betroffenen: Die Withdrawal-Frist bis 10. Oktober 2026 klingt großzügig, ist es aber nur bedingt. Indodax weist selbst darauf hin, dass Auszahlungen von der Unterstützung durch die jeweiligen Blockchain-Netzwerke abhängen — bei inaktiven oder schlecht gewarteten Projekten kann das bedeuten, dass eine Auszahlung schlicht nicht funktioniert. Wer betroffene Assets in einer eigenen Wallet verwahrt — also nicht auf der Börse — ist von dieser Unsicherheit unabhängig.
Steuerlich gilt in Deutschland: Auch ein erzwungener Transfer oder Verlust durch Delisting kann steuerliche Konsequenzen haben. Im Zweifel lohnt die Rücksprache mit einem auf Krypto spezialisierten Steuerberater.
Was ein Delisting konkret bedeutet — und wo die Grenzen liegen
Wenn eine Krypto-Börse ein Asset delistet, bedeutet das: Das Handelspaar wird aus dem Angebot entfernt. Nutzer können den Token danach auf dieser Plattform weder kaufen noch verkaufen. Die Coins selbst verschwinden dadurch nicht — sie verbleiben im Nutzerkonto, bis eine Auszahlung (Withdrawal) erfolgt oder die Frist abläuft.
Entscheidend ist dabei, wohin die Coins abgezogen werden können. Bei einer zentralisierten Börse (CEX) wie Indodax verwahrt die Plattform die Assets treuhänderisch — Nutzer sind auf deren Infrastruktur angewiesen. Eine externe Wallet, also eine Adresse außerhalb der Börse, die der Nutzer selbst kontrolliert, ist die einzige Möglichkeit, die Coins nach dem Handelsstopp noch zu bewegen.
Hinzu kommt: Nicht jedes der 22 gelisteten Projekte hat noch ein aktives Netzwerk oder wird von Entwicklern gepflegt. Das kann Auszahlungen technisch erschweren oder im Extremfall unmöglich machen — unabhängig vom Willen der Börse.
Häufige Fragen
Was passiert mit offenen Kauforders, wenn der Handel endet?
Wer zum Stichtag noch aktive Kauf- oder Verkaufsorders für eines der betroffenen Assets offen hat, muss nicht manuell eingreifen: Laut Indodax storniert das System alle nicht ausgeführten Orders automatisch mit dem Handelsstopp. Wer möchte, kann seine Orders aber auch schon vorher selbst stornieren.
Was geschieht mit Assets, die nach der Withdrawal-Frist noch auf dem Konto liegen?
Wer seine Coins bis zum 10. Oktober 2026 nicht abgezogen hat, verliert damit nicht automatisch alles — allerdings verwaltet Indodax verbleibende Bestände dann gemäß seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Was das im Einzelfall konkret bedeutet, legen diese Bedingungen fest. Wer die betroffenen Assets noch hält, sollte die Frist daher ernst nehmen und seine Coins rechtzeitig in eine eigene Wallet übertragen.
Sind Auszahlungen nach dem Handelsstopp sicher möglich?
Nicht garantiert. Indodax weist ausdrücklich darauf hin, dass Withdrawals von den jeweiligen Blockchain-Netzwerken und der Unterstützung durch die Projekte selbst abhängen. Technische Probleme oder ein inaktives Projekt können Auszahlungen verzögern oder erschweren.