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BitMEX delistet 9 Spot-Handelspaare ab dem 16. Juli 2026
Von KryptoRatgeber · veröffentlicht 16. Juli 2026

Die Krypto-Derivate-Börse BitMEX hat am 16. Juli 2026 neun Spot-Handelspaare — also Paare, über die Kryptowährungen zum aktuellen Marktpreis gehandelt werden — aus ihrem Angebot entfernt. Laut einer Ankündigung vom Vortag wurden die betroffenen Paare um 12:00 UTC abgerechnet und geschlossen. Wer eines dieser Paare auf BitMEX genutzt hat, ist von der Änderung direkt betroffen.
Neun illiquide Paare — welche Token betroffen sind und warum BitMEX sie entfernt hat
Laut dem Delisting-Blogbeitrag (BitMEX) wurden die neun Paare um 12:00 UTC zum sogenannten „Tsettle"-Zeitpunkt frühzeitig abgerechnet — das ist das von BitMEX standardmäßig genutzte Verfahren, bei dem offene Positionen automatisch zum dann gültigen Marktpreis geschlossen werden. Als Begründung nennt BitMEX fehlendes Handelsinteresse: Die Paare seien zu illiquide gewesen, um sie sinnvoll im Angebot zu halten.
Konkret gestrichen wurden die Spot-Paare UNI\_USDT, APE\_USDT, ATOM\_USDT, AXS\_USDT, BONK\_USDT, LINK\_USDT, POL\_USDT, S\_USDT und TRX\_USDT — also Token wie Uniswap, Cosmos oder Chainlink, jeweils gehandelt gegen den Stablecoin Tether (USDT).
BitMEX bezeichnet sich selbst als „führende Krypto-Derivate-Börse" und als Pionier des Perpetual Swap seit 2014 — das Delisting betrifft jedoch ausschließlich den Spot-Bereich der Plattform, nicht die Derivate-Kontrakte. Nutzer mit Fragen werden laut BitMEX an den Support verwiesen.
Was das Delisting über das Risiko zentralisierter Börsen verrät
Neun Paare weg — und das quasi über Nacht. Die kurze Vorlaufzeit von weniger als 24 Stunden zwischen Ankündigung und Abrechnung zeigt, wie wenig Einfluss Nutzer auf solche Entscheidungen haben. Wer ein betroffenes Paar wie BONK/USDT oder LINK/USDT auf BitMEX gehalten hat, konnte nicht mehr selbst entscheiden, wann er die Position schließt: Die Plattform erledigte das automatisch um 12:00 UTC.
Das ist kein Einzelfall — und kein Fehler des Systems. Es ist das System. Zentralisierte Börsen (CEX) betreiben ihre Handelspaare nach eigenen Regeln, die sie jederzeit anpassen können. BitMEX begründet den Schritt mit mangelndem Handelsinteresse — eine nachvollziehbare geschäftliche Entscheidung, die für Nutzer dennoch ungünstig sein kann.
Für deutsche Anleger ergibt sich daraus ein praktischer Hinweis: Wer Positionen in wenig gehandelten Paaren hält, sollte regelmäßig prüfen, ob die jeweilige Börse solche Paare noch aktiv betreibt. Ein Delisting kann offene Orders hinfällig machen und eine Abrechnung zu einem Zeitpunkt erzwingen, den man selbst nicht gewählt hätte.
Ob die erzwungene Frühsettlement steuerliche Konsequenzen hat, ist eine Frage des Einzelfalls. Das deutsche Steuerrecht kennt keine pauschale Antwort darauf — wer Zweifel hat, sollte einen Steuerberater mit Krypto-Erfahrung hinzuziehen, statt sich auf Faustregeln zu verlassen.
Das Ereignis ist kein Krisenzeichen für BitMEX als Ganzes, sondern ein routinemäßiger Bereinigungsschritt — und gleichzeitig ein nützliche Erinnerung daran, dass Kontrolle auf einer fremden Plattform immer begrenzt ist.
Wenn eine Börse Paare streicht: Was steckt dahinter?
BitMEX ist primär als Derivate-Börse bekannt — also eine Plattform, auf der nicht Kryptowährungen selbst, sondern Kontrakte auf deren Kursentwicklung gehandelt werden. Den Spot-Bereich, in dem echte Coins den Besitzer wechseln, betreibt BitMEX ergänzend dazu. Die jetzt gestrichenen neun Paare stammen alle aus diesem Spot-Segment.
Ein Delisting — das Entfernen eines Handelspaares aus dem Angebot — ist bei zentralisierten Börsen jederzeit möglich und liegt im Ermessen des Betreibers. Häufiger Grund ist mangelndes Handelsvolumen: Paare, die kaum genutzt werden, verursachen Betriebsaufwand ohne nennenswerten Nutzen. Genau das gibt BitMEX hier als Begründung an: „insufficient trading interest", also zu geringes Handelsinteresse.
Für Nutzer bedeutet ein Delisting, dass offene Orders automatisch enden und bestehende Positionen gemäß den Börsenregeln abgewickelt werden — die genaue Vorgehensweise regelt der interne Exchange Guide von BitMEX.
Häufige Fragen
Welche Handelspaare wurden konkret entfernt?
BitMEX hat laut eigener Ankündigung folgende neun Spot-Paare zum 16. Juli 2026 delistet: UNI/USDT, APE/USDT, ATOM/USDT, AXS/USDT, BONK/USDT, LINK/USDT, POL/USDT, S/USDT und TRX/USDT. Als gemeinsamer Nenner gilt USDT (Tether, ein an den US-Dollar gekoppelter Stablecoin) als Gegenwährung. BitMEX begründet die Entscheidung mit zu geringem Handelsinteresse an diesen Paaren.
Was passiert mit offenen Positionen oder Orders in den entfernten Paaren?
Beim Delisting einer Börse werden offene Positionen in der Regel automatisch zum Zeitpunkt der Schließung abgerechnet — bei BitMEX war das der 16. Juli 2026 um 12:00 UTC. Wer zu diesem Zeitpunkt noch aktive Orders oder offene Bestände in den betroffenen Paaren hielt, sollte sein Konto und die erhaltene Abrechnung sorgfältig prüfen. Bei Unklarheiten empfiehlt BitMEX, den eigenen Support zu kontaktieren.