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Einfacher gleitender Durchschnitt (SMA)

Aktualisiert 12. Juni 2026

Einfacher gleitender Durchschnitt (SMA) ist ein Trendindikator der technischen Analyse, der den arithmetischen Mittelwert der Schlusskurse eines Vermögenswerts über eine festgelegte Anzahl von Perioden berechnet – wobei jede Periode gleiches Gewicht erhält.

Berechnung und Zeitfenster

Die Formel ist schlicht: Alle Schlusskurse innerhalb des gewählten Zeitfensters werden addiert und durch die Periodenanzahl geteilt. Umfasst ein SMA beispielsweise fünf Tage mit den Schlusskursen 40, 42, 39, 45 und 44 US-Dollar, ergibt sich ein SMA von 42 US-Dollar. Mit jedem neuen Handelstag rückt das Fenster um eine Periode vor – der älteste Wert fällt heraus, der aktuelle kommt hinzu.

Gängige Zeitfenster sind kurzfristig (20 Tage), mittelfristig (50 Tage) und langfristig (100 oder 200 Tage). Kürzere SMAs folgen dem Kursverlauf enger und reagieren schneller auf Preisänderungen; längere SMAs glätten stärker und spiegeln übergeordnete Trends wider. Diese Glättung ist zugleich Stärke und Schwäche: Kurzfristige Bewegungen werden herausgefiltert, aktuelle Kurssignale aber mit Verzögerung abgebildet.

Einsatz in der Chartanalyse

In der Praxis dient der SMA primär dazu, die vorherrschende Trendrichtung zu visualisieren. Liegt der Kurs dauerhaft über dem SMA, wird das als Aufwärtstrend interpretiert; liegt er darunter, als Abwärtstrend. Darüber hinaus bildet er die Grundlage für Kreuzungssignale: Beim sogenannten Golden Cross schneidet ein kurzfristiger SMA einen langfristigen SMA von unten nach oben; beim Death Cross verläuft die Kreuzung in umgekehrter Richtung.

Im Vergleich zum Exponentiellen gleitenden Durchschnitt (EMA) – der neueren Kursen mehr Gewicht beimisst – reagiert der SMA langsamer, liefert dafür aber ein rauschärmeres, stabileres Signal. Welches Instrument besser passt, hängt vom Analysekontext ab, nicht von einer pauschalen Überlegenheit des einen gegenüber dem anderen.

Wichtiger Hinweis: Der SMA ist ein deskriptives Werkzeug, das vergangene Kursdaten zusammenfasst. Er stellt kein Handelssignal dar und gibt keine Auskunft über zukünftige Kursentwicklungen. Kreuzungsmuster wie Golden Cross oder Death Cross können – und scheitern regelmäßig. Indikatoren der technischen Analyse ersetzen keine umfassende Risikoabwägung.

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