KryptoRatgeber

Glossar

Gas-Limit

Aktualisiert 12. Juni 2026

Gas-Limit ist die maximale Anzahl an Gaseinheiten, die ein Absender bereit ist, für die Ausführung einer Transaktion oder eines Smart Contracts auf einer EVM-kompatiblen Blockchain aufzuwenden. Es handelt sich um eine selbst gesetzte Obergrenze – kein fester Preis, sondern eine Mengenbeschränkung für Rechenarbeit.

Wie das Gas-Limit funktioniert

Jede Operation auf der Ethereum-Blockchain verbraucht eine definierte Anzahl von Gaseinheiten. Das Gas-Limit legt fest, wie viel davon eine einzelne Transaktion maximal konsumieren darf. Eine einfache ETH-Überweisung benötigt mindestens 21.000 Einheiten – das ist zugleich der praktische Mindestwert. Eine ERC-20-Token-Genehmigung (Approval) liegt typischerweise bei rund 45.000 Einheiten; komplexe Smart-Contract-Interaktionen können ein Vielfaches davon erfordern.

Die tatsächlichen Kosten berechnen sich nicht nach dem gesetzten Limit, sondern nach dem tatsächlich verbrauchten Gas: verbrauchtes Gas × (Base Fee + Priority Fee). Nicht verbrauchte Einheiten innerhalb des Limits werden dem Absender automatisch zurückerstattet. Das Gas-Limit schützt also vor unerwarteten Kosten – der Absender kann nicht mehr zahlen, als das Limit zulässt.

Was passiert bei einem zu niedrigen Gas-Limit?

Wird das Gas-Limit zu knapp gesetzt, bricht das Netzwerk die Transaktion mit dem Fehler „Out of Gas" ab. Entscheidend: Das bis zum Abbruch bereits verbrauchte Gas wird trotzdem berechnet. Die Transaktion scheitert, die Kosten entstehen dennoch. Das ist kein Datenverlust, aber ein unnötiger Kostenaufwand – ein häufiger Anfängerfehler beim manuellen Einstellen von Wallet-Parametern.

Wallets berechnen das Gas-Limit in der Regel automatisch, indem sie die Transaktion vorab simulieren und einen Puffer aufschlagen. Fortgeschrittene Nutzer können den Wert manuell anpassen – sinnvoll etwa dann, wenn eine Anwendung systematisch zu konservative Schätzungen liefert oder ein Nutzer Kosten bewusst deckeln möchte.

Abgrenzung: Gas-Limit vs. Block-Gasgrenze

Das Gas-Limit auf Transaktionsebene ist vom Block Gas Limit zu unterscheiden. Letzteres ist eine protokollseitige Obergrenze für die gesamte Rechenlast eines Blocks – sie bestimmt, wie viele Transaktionen in einen Block passen, und wird durch den Konsens des Netzwerks festgelegt, nicht durch einzelne Nutzer.

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