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Kraken führt VVV/USD als neues Margin-Handelspaar ein
Von KryptoRatgeber · veröffentlicht 18. Juni 2026

Die Kryptobörse Kraken hat am 17. Juni 2026 den Venice Token (VVV) als neues Handelspaar für das Margin-Trading auf ihrer Profi-Plattform Kraken Pro gelistet. Laut Kraken handelt es sich bei VVV um einen Utility-Token, der Inhabern Zugang zu KI-Rechenkapazität über eine Programmierschnittstelle gewähren soll. Für deutsche Anleger, die sich für KI-bezogene Kryptowerte interessieren, ist die Listung relevant — allerdings gelten beim Margin-Handel besondere Risiken, die es zu kennen gilt.
3x Hebel, nur Long: So funktioniert das neue VVV/USD-Paar auf Kraken Pro
Laut dem New pair available for margin trading: VVV/USD (Kraken Blog) gelten für das neue Handelspaar folgende Konditionen: Der verfügbare Hebel — also der Faktor, mit dem das eingesetzte Kapital multipliziert wird — beträgt 3x. Das bedeutet: Wer 100 Dollar als Sicherheit hinterlegt, kann eine Position im Wert von bis zu 300 Dollar eröffnen.
Eine wichtige Einschränkung: VVV/USD ist ausschließlich als Long-Position handelbar. Wer auf fallende Kurse setzen möchte, hat diese Möglichkeit hier nicht — Short-Positionen sind nicht vorgesehen. Das Long-Limit liegt bei 3.750 Einheiten.
Für die Eröffnung einer Margin-Position ist zudem eine Sicherheitswährung (Collateral) erforderlich — ein Betrag, der als Pfand hinterlegt wird. Hinzu kommen Gebühren für das Eröffnen, Halten und Schließen von Positionen.
Mit der Aufnahme von VVV/USD zählt Kraken Pro nach eigenen Angaben nun über 260 Margin-Märkte auf seiner Plattform.
KI-Token auf Pump: Was die Margin-Listung wirklich bedeutet — und was nicht
Die Listung von VVV im Margin-Segment zeigt einen deutlichen Trend: KI-bezogene Kryptowerte werden nicht mehr nur als Nischenprodukt gehandelt, sondern finden zunehmend Eingang in die gehobene Infrastruktur großer Börsen. Das ist keine Kleinigkeit — denn Margin-Märkte richten sich an aktive Händler, die über einfaches Kaufen und Halten hinausgehen wollen.
Gleichzeitig lohnt ein nüchterner Blick auf die Bedingungen: VVV/USD ist ausschließlich als Long-Position handelbar — wer also auf fallende Kurse setzen möchte, hat hier keine Möglichkeit. Warum Kraken diese Einschränkung gewählt hat, geht aus der Ankündigung nicht hervor. Für Anleger bedeutet das schlicht: Die Handelsstrategie ist von vornherein auf steigende Kurse begrenzt.
Hinzu kommt der Hebel von maximal 3x. Das klingt moderat, bedeutet aber konkret: Bei einer Kursbewegung von 33 Prozent gegen die eigene Position kann das eingesetzte Kapital vollständig aufgebraucht sein. Margin-Trading ist kein Instrument für Einsteiger — die anfallenden Gebühren für Eröffnung, Haltedauer und Schließung einer Position summieren sich zusätzlich.
Für deutsche Nutzer gilt außerdem: Gewinne aus Krypto-Handelsgeschäften — auch gehebelten — sind grundsätzlich steuerpflichtig. Die steuerliche Behandlung von Margin-Positionen ist komplex; im Zweifel empfiehlt sich der Gang zum Steuerberater.
Kurz gesagt: Die Listung öffnet eine Tür, aber wer hindurchgeht, sollte die Risiken kennen.
Geliehenes Kapital, echte Verluste: So funktioniert Margin-Trading
Wer auf Kraken Pro nicht nur mit eigenem Geld handeln, sondern seine Einsätze vervielfachen möchte, nutzt Margin-Trading — im Grunde einen kurzfristigen Kredit der Börse. Statt den vollen Kaufpreis aufzubringen, hinterlegt der Händler nur eine Sicherheitsleistung (das sogenannte Collateral) und erhält dafür eine größere Marktposition. Das klingt verlockend, bedeutet aber auch: Verluste wachsen im selben Verhältnis wie mögliche Gewinne.
Der dabei eingesetzte Hebel — also das Verhältnis zwischen eigenem Einsatz und der Gesamtposition — beträgt bei VVV/USD maximal das Dreifache. Aus 100 Euro Sicherheitsleistung wird so eine Position von bis zu 300 Euro. Entwickelt sich der Kurs gegen die eigene Erwartung, kann das Kapital deutlich schneller aufgezehrt sein als beim gewöhnlichen Kauf.
Zusätzlich fallen beim Margin-Handel Gebühren für das Eröffnen, Halten und Schließen einer Position an — ein Kostenfaktor, der besonders bei längeren Haltezeiten ins Gewicht fällt.