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Kraken listet SN75: Hippius bringt dezentralen Cloud-Speicher auf Bittensor

Von KryptoRatgeber · veröffentlicht 14. Juli 2026

Kraken listet SN75: Hippius bringt dezentralen Cloud-Speicher auf Bittensor

Seit dem 14. Juli 2026 ist SN75 — der Token des dezentralen Cloud-Speicherprojekts Hippius — auf der Krypto-Handelsplattform Kraken handelbar, wie das Unternehmen in seinem Blog mitteilt. Hippius baut auf Bittensor auf, einem Netzwerk für dezentralisierte Künstliche Intelligenz, und will herkömmliche Cloud-Anbieter wie Google Drive oder Amazon S3 durch eine transparente, blockchain-basierte Alternative ersetzen. Für deutsche Anleger bedeutet das Listing einen einfacheren Zugang zu einem Infrastrukturprojekt, das KI-Speicherung und Web3-Anwendungen verbindet — allerdings gelten beim Start Einschränkungen.

Zwei Speicherschichten, alles auf der Blockchain nachvollziehbar

Hippius betreibt innerhalb des Bittensor-Netzwerks das sogenannte Subnet 75 — eine von vielen spezialisierten Untereinheiten, die jeweils einen eigenen Token und eine eigene Aufgabe haben. Laut der Ankündigung im Kraken-Blog (Kraken) besteht das Angebot aus zwei Kernkomponenten:

Arion Storage ist die dezentrale Speicherschicht des Projekts. Der Begriff „selbstheilend" bedeutet hier: Fällt ein einzelner Knoten im Netzwerk aus, werden die gespeicherten Daten automatisch auf andere Knoten verteilt, ohne dass der Nutzer eingreifen muss.

Die zweite Komponente ist ein S3-kompatibler Speicher — S3 ist das weit verbreitete Speicherprotokoll von Amazon Web Services. Hippius bildet diese Schnittstelle nach, sodass Entwickler bestehende Anwendungen ohne großen Umbau auf das dezentrale System umziehen können.

Alle Transaktionen, Preisstufen des Speicherdienstes und Service-Ereignisse werden onchain aufgezeichnet — also dauerhaft und öffentlich einsehbar auf der Blockchain. Das volle Handelserlebnis über die Kraken-App und die Instant-Buy-Funktion bleibt zunächst gesperrt; Kraken schaltet diese Features erst frei, sobald ausreichende Liquiditätsbedingungen erfüllt sind. Geografische Einschränkungen können zusätzlich gelten.

Was das Kraken-Listing wirklich bedeutet — und was nicht

Ein Listing auf Kraken verschafft einem Projekt Sichtbarkeit und erleichtert den Kauf für Anleger ohne technisches Vorwissen. Das ist zunächst einmal positiv. Aber: SN75 ist kein Bittensor-Token — wer TAO (den nativen Token von Bittensor) kauft, erwirbt damit keine SN75. Beide sind getrennte Vermögenswerte mit eigenen Risikoprofilen.

Praktisch wichtig für alle, die jetzt handeln wollen: Kraken teilt mit, dass Trading über die App und die "Instant Buy"-Funktion erst freigeschaltet werden, sobald ausreichende Liquidität vorhanden ist. Zum Launch-Zeitpunkt steht also nur der reguläre Orderbuch-Handel zur Verfügung — und auch das nur, wenn keine geografischen Einschränkungen greifen. Deutsche Nutzer sollten das vor dem ersten Trade prüfen.

Der eigentliche Wert des Projekts liegt in seinem Anwendungsfall: Hippius positioniert sich als Infrastruktur-Baustein im Bittensor-Ökosystem — also weniger als spekulativer Token, sondern als Speicherschicht für dezentrale KI-Anwendungen. Das unterscheidet es von vielen anderen Altcoins. Ob der tatsächliche Bedarf die Bewertung rechtfertigt, lässt sich aus den öffentlich verfügbaren Informationen allein nicht beurteilen.

Für deutsche Anleger gilt außerdem: Krypto-Token fallen steuerlich unter private Veräußerungsgeschäfte. Wer SN75 innerhalb eines Jahres mit Gewinn verkauft, muss diesen in der Einkommensteuererklärung angeben. Das gilt unabhängig davon, wie innovativ das zugrundeliegende Projekt ist.

Bittensor: das KI-Netzwerk hinter dem Token

Bittensor ist ein dezentrales Netzwerk, das Rechenleistung für Künstliche Intelligenz organisiert — ähnlich wie ein offener Marktplatz, auf dem Anbieter von KI-Diensten miteinander konkurrieren und für ihre Leistung mit dem Netzwerk-Token TAO belohnt werden. Innerhalb dieses Netzwerks kann jede spezialisierte Anwendung ein sogenanntes Subnet betreiben — einen eigenen Teilbereich mit eigener Aufgabe und eigenem Token.

Hippius ist genau das: Subnet 75, seit März 2025 aktiv, mit dem spezifischen Auftrag, dezentralen Cloud-Speicher bereitzustellen. SN75 ist also weder TAO noch ein allgemeiner Krypto-Token, sondern das Tauschmittel innerhalb dieses einen Speicher-Subnetworks. Wer Cloud-Dienste auf Hippius nutzt oder Speicherkapazität anbietet, arbeitet mit SN75 — das Listing auf Kraken macht diesen Token nun für ein breiteres Publikum zugänglich, das bisher keinen direkten Zugang zum Bittensor-Ökosystem hatte.

Häufige Fragen

Was unterscheidet SN75 von Bittensor (TAO)?

SN75 und TAO sind zwei verschiedene Token. TAO ist die Hauptwährung des Bittensor-Netzwerks — eines dezentralisierten Systems, das verschiedene KI-Anwendungen miteinander verbindet. SN75 ist dagegen der spezifische Token von Hippius, einem einzelnen Subnet innerhalb dieses Netzwerks. Wer SN75 hält, ist also nicht am gesamten Bittensor-Ökosystem beteiligt, sondern speziell am Hippius-Speicherprojekt.

Kann ich SN75 sofort über die Kraken App kaufen?

Nicht unbedingt — und das ist ein wichtiger Punkt. Laut Kraken wird der Handel über die Kraken App sowie der sogenannte Instant Buy erst freigeschaltet, wenn ausreichende Liquiditätsbedingungen erfüllt sind. Zum Start am 14. Juli 2026 steht diese Option also noch nicht zwingend zur Verfügung. Zudem können geografische Einschränkungen gelten, die bestimmte Nutzer vom Handel ausschließen.

Was bedeutet "dezentraler Cloud-Speicher" konkret?

Bei klassischen Anbietern liegen Dateien auf Servern eines einzelnen Unternehmens. Hippius verteilt Daten stattdessen auf ein Netzwerk unabhängiger Knoten — einzelne Computer, die gemeinsam Speicherplatz bereitstellen. Alle Transaktionen und Service-Ereignisse werden laut Hippius auf der Blockchain aufgezeichnet, sodass nachvollziehbar bleibt, wer welche Daten wo speichert.

Quellen