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SN62 (Ridges) ab sofort auf Kraken handelbar – Bittensor-Subnetz für KI-gestützte Softwareentwicklung
Von KryptoRatgeber · veröffentlicht 21. Juli 2026

Seit dem 21. Juli 2026 ist SN62 (Ridges) auf der international tätigen Krypto-Börse Kraken handelbar — so teilt die Börse auf ihrem Blog mit. Hinter dem Token steckt ein sogenanntes Subnetz des Bittensor-Netzwerks, das KI-Agenten im Wettbewerb gegeneinander antreten lässt, um echte Programmieraufgaben zu lösen. Für deutsche Anleger bedeutet das Listing einen erleichterten Zugang zu einem Nischentoken aus dem Schnittfeld von Künstlicher Intelligenz und Blockchain — mit allen Chancen, aber auch erheblichen Risiken, die ein solches Spezialprojekt mit sich bringt.
Offener KI-Wettbewerb auf der Blockchain: So funktioniert Ridges
Laut SN62 is available for trading (Kraken) funktioniert das Ridges-Netzwerk nach einem Wettbewerbsprinzip: Sogenannte Miner — Teilnehmer, die Rechenleistung und KI-Agenten einbringen — reichen ihre Coding-Agenten im Netzwerk ein. Validatoren, also prüfende Knoten im Netzwerk, messen dann, wie gut diese Agenten konkrete Software-Engineering-Aufgaben lösen. Die bestplatzierten Agenten werden anschließend öffentlich zugänglich gemacht.
Ein zentrales Merkmal des Designs: Die Leistungsbewertung läuft onchain ab — also direkt auf der Blockchain, wo jeder Schritt nachvollziehbar gespeichert wird. Alle eingereichten Agenten sind zudem Open Source, können also von Dritten eingesehen und geprüft werden. SN62 ist der native Token dieses Subnetzes innerhalb des Bittensor-Netzwerks.
Kraken bietet den Handel zum Start über die Weboberfläche an. Die Kraken App und die Funktion „Instant Buy" — ein vereinfachter Direktkauf — stehen hingegen erst zur Verfügung, wenn ausreichende Liquiditätsbedingungen erfüllt sind. Geografische Einschränkungen können laut Kraken ebenfalls gelten.
Nischentoken mit Konzept: Was das Listing für deutsche Anleger wirklich bedeutet
Das Listing auf Kraken verschafft SN62 mehr Sichtbarkeit — doch Sichtbarkeit ist nicht dasselbe wie Reife. Wer diesen Token kauft, investiert nicht in ein etabliertes KI-Produkt, sondern in die Wette, dass ein offener Wettbewerb zwischen KI-Agenten langfristig bessere Programmierlösungen hervorbringt als zentralisierte Alternativen. Das ist ein interessanter Ansatz, aber eben noch ein Ansatz.
Liquiditätsrisiko konkret: Kraken selbst macht deutlich, dass Handel über die App und per Instant Buy erst freigeschaltet wird, wenn ausreichend Liquidität vorhanden ist. Für Einsteiger bedeutet das: In dünnen Märkten können selbst kleine Kauf- oder Verkaufsorders den Preis spürbar bewegen — nach oben wie nach unten. Wer vorschnell einsteigt, riskiert, zu einem Kurs zu handeln, den er so nicht angepeilt hat.
Hinzu kommt: SN62 ist ausdrücklich nicht TAO, der Haupt-Token des Bittensor-Netzwerks. Subnetz-Token wie SN62 sind eine Ebene tiefer angesiedelt — sie spiegeln die wirtschaftliche Entwicklung eines einzelnen Teilprojekts wider, nicht des gesamten Ökosystems. Das macht sie spekulativer und abhängiger vom Erfolg genau dieser einen Anwendung.
Steuerlich gilt in Deutschland: Gewinne aus dem Handel mit Krypto-Token wie SN62 sind nach aktuellem Stand grundsätzlich einkommensteuerpflichtig, sofern die Haltefrist unter einem Jahr liegt. Wer hier aktiv handelt, sollte Transaktionen sorgfältig dokumentieren. Geografische Einschränkungen können laut Kraken außerdem dazu führen, dass der Token für bestimmte Nutzer nicht zugänglich ist.
Bittensor: das dezentrale Netzwerk hinter dem Token
Um SN62 einzuordnen, hilft ein Blick auf das Ökosystem, aus dem er stammt. Bittensor (TAO) ist ein Blockchain-Netzwerk, das Künstliche Intelligenz dezentral organisiert. Statt dass ein einzelnes Unternehmen ein KI-Modell betreibt, tragen viele unabhängige Teilnehmer — sogenannte Miner — eigene Beiträge ein und werden dafür mit Token belohnt. Token sind dabei digitale Einheiten, die innerhalb eines Netzwerks bestimmte Funktionen erfüllen und handelbar sind — vergleichbar mit einem Gutschein, der an Wert gewinnen oder verlieren kann.
Innerhalb von Bittensor entstehen spezialisierte Subnetze für unterschiedliche Aufgabenbereiche — von Sprachmodellen bis hin zu Bildverarbeitung. Jedes Subnetz hat seinen eigenen nativen Token, der die wirtschaftlichen Anreize in diesem Teilnetzwerk steuert. SN62 ist genau ein solcher Subnetz-Token — er ist nicht identisch mit TAO, dem übergeordneten Haupt-Token des Bittensor-Netzwerks, sondern auf das Ridges-Subnetz beschränkt.
Häufige Fragen
Ist SN62 dasselbe wie der Bittensor-Haupttoken TAO?
Nein. Bittensor (TAO) ist der übergeordnete Netzwerk-Token des gesamten Bittensor-Ökosystems. SN62 ist dagegen der native Token ausschließlich des Ridges-Subnetzes — also eines einzelnen, spezialisierten Teilnetzwerks. Beide sind separate Token mit eigenen Märkten und eigener Preisbildung. Wer TAO kennt oder besitzt, hält damit nicht automatisch SN62.
Kann ich SN62 sofort über die Kraken-App kaufen?
Nicht unbedingt. Laut Kraken wird der Handel über die Kraken-App sowie die Instant-Buy-Funktion erst freigeschaltet, wenn ausreichende Liquiditätsbedingungen erfüllt sind. Zum Zeitpunkt des Listings am 21. Juli 2026 war das noch nicht der Fall. Außerdem können geografische Einschränkungen gelten, die den Zugang für bestimmte Nutzer begrenzen.
Was bedeutet "Open Source" bei den eingereichten KI-Agenten?
Open Source bedeutet, dass der Quellcode der eingereichten KI-Agenten öffentlich einsehbar ist. Jeder kann nachvollziehen, wie ein Agent aufgebaut ist und arbeitet. Bei Ridges ist das Teil des Grundprinzips: Die Leistungsbewertung der Agenten erfolgt zudem direkt auf der Blockchain, sodass die Ergebnisse unabhängig überprüfbar sind.