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Samsung kündigt Stablecoin-Unterstützung für Samsung Wallet auf Galaxy Unpacked an

Von KryptoRatgeber · veröffentlicht 24. Juli 2026

Samsung kündigt Stablecoin-Unterstützung für Samsung Wallet auf Galaxy Unpacked an

Laut übereinstimmenden Berichten von Cointelegraph und Decrypt hat Samsung am 22. Juli 2026 auf seinem Galaxy Unpacked Event in London angekündigt, die Samsung Wallet künftig um Stablecoin-Unterstützung zu erweitern. Stablecoins sind digitale Währungen, deren Wert an einen stabilen Referenzwert wie den US-Dollar gekoppelt ist. Für deutsche Nutzer ist die Ankündigung relevant, weil sie zeigt, wie digitale Zahlungsmittel zunehmend direkt in alltägliche Smartphone-Funktionen einziehen — auch wenn viele Details noch offenbleiben.

Mockup mit USDC, aber noch kein Partner, kein Datum, keine Blockchain

Auf der Bühne in London erklärte Samsung-Produktmanager Lee Dinham laut übereinstimmenden Berichten von Cointelegraph und Decrypt: „Samsung Wallet will expand beyond cash and savings. It will embrace new forms of digital value, including stablecoins."

Konkret zeigte Samsung einen Wallet-Mockup, in dem USDC — ein an den US-Dollar gekoppelter Stablecoin des Unternehmens Circle — zu sehen war. Allerdings: Circle wurde dabei ausdrücklich nicht als offizieller Partner bestätigt, wie Decrypt berichtet. Das Mockup illustriert eine mögliche Darstellung, ist aber kein Partnerschaftsnachweis.

Laut beiden Medien blieben zentrale Fragen unbeantwortet: Auf welcher Blockchain das Feature laufen soll, welche Stablecoins tatsächlich unterstützt werden, wann der Start erfolgt und ob Nutzer die volle Kontrolle über ihre digitalen Werte behalten oder ob Samsung diese stellvertretend verwahrt — all das hat Samsung bislang nicht kommuniziert. Die Ankündigung war begleitet von der Vorstellung der Galaxy Card, Samsungs erster Kreditkarte in den USA, ausgegeben von Barclays auf dem Visa-Netzwerk.

Große Ankündigung, offene Fragen — was Samsung noch schuldig bleibt

Die Ankündigung ist strategisch bedeutsam — nicht wegen dem, was Samsung gezeigt hat, sondern wegen dem, was sie weglässt. Weder Blockchain, noch Partner, noch Starttermin, noch das entscheidende Detail: Ob Nutzer die Stablecoins selbst verwahren oder ob Samsung das für sie übernimmt. Dieser Unterschied ist kein technisches Feintuning. Bei einer Custodial Wallet liegt die Kontrolle über das Geld beim Anbieter — vergleichbar mit einem klassischen Bankkonto. Bei einer Non-Custodial Wallet liegt sie beim Nutzer selbst, mitsamt der Verantwortung. Samsung hat dazu bislang geschwiegen.

Für deutsche und europäische Nutzer kommt eine weitere Schicht hinzu: Die EU-Verordnung MiCA — kurz für Markets in Crypto-Assets, das europäische Regelwerk für digitale Vermögenswerte — schreibt klare Anforderungen für Stablecoin-Emittenten und -Dienstleister vor. Ob und wie Samsungs geplante Lösung diese Anforderungen erfüllt, ist völlig offen. Das ist kein hypothetisches Problem: Wer in der EU Stablecoins nutzen möchte, sollte wissen, ob das verwendete Produkt regulatorisch konform ist.

Was die Ankündigung nicht ist: eine Markteinführung, eine Partnerschaft oder ein fertiges Produkt. Der gezeigte Mockup mit USDC — einem Dollar-gebundenen Stablecoin — war ausdrücklich keine Bestätigung des Herausgebers Circle als Partner. Es bleibt eine Absichtserklärung. Wer auf Details wartet, wird sich noch gedulden müssen.

Samsung und Krypto: Ein langer Weg zur Brieftasche

Samsung ist kein Neuling im Krypto-Bereich. Bereits seit 2019 baute der Konzern eine sichere Speicherumgebung namens Knox in seine Galaxy-Geräte ein — vergleichbar mit einem geschützten Tresor im Inneren des Smartphones, der private Schlüssel für digitale Währungen verwahren kann. 2021 kam Unterstützung für Hardware-Wallets hinzu, also externe physische Geräte zur besonders sicheren Aufbewahrung von Krypto.

Die Samsung Wallet selbst ist die zentrale App, in der Nutzer Zahlungskarten, Ausweise und digitale Assets verwalten. Im Oktober 2025 integrierte Samsung bereits die Krypto-Börse Coinbase — ein separates Feature, das rund 75 Millionen US-Nutzern von Galaxy-Geräten Zugang zu digitalem Handel ermöglichte.

Wer verstehen will, was die jetzt angekündigte Stablecoin-Funktion bedeutet, sollte sich auch fragen: Verwaltet Samsung das Geld im Auftrag der Nutzer, oder behalten die Nutzer selbst die Kontrolle? Diesen Unterschied erklären unsere Artikel zu Custodial Wallet und Non-Custodial Wallet.

Häufige Fragen

Was bedeutet custodial und non-custodial — und warum ist das wichtig?

Bei einer custodial Wallet verwahrt ein Dritter (z. B. der Anbieter) die Zugangsdaten zu deinen digitalen Guthaben. Bei einer non-custodial Wallet hast du diese selbst in der Hand. Samsung hat bisher nicht offengelegt, welches Modell für die neue Stablecoin-Funktion gilt. Das ist für Nutzer entscheidend, weil es bestimmt, wer im Zweifel die Kontrolle über das Guthaben hat.

Hat Samsung USDC als festen Bestandteil der neuen Funktion bestätigt?

Nein. Samsung zeigte zwar einen Wallet-Mockup, der den Stablecoin USDC von Circle abbildete — bestätigte Circle aber ausdrücklich nicht als Partner. Auch konkrete Stablecoins, Blockchain-Netzwerke oder ein Starttermin wurden nicht genannt. Der Mockup war eine Demonstration möglicher Funktionen, keine offizielle Produktankündigung mit festen Partnern.

Quellen