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Kraken unterstützt ab sofort PYUSD-Einzahlungen und -Auszahlungen über das Stellar-Netzwerk

Von KryptoRatgeber · veröffentlicht 28. Juli 2026

Kraken unterstützt ab sofort PYUSD-Einzahlungen und -Auszahlungen über das Stellar-Netzwerk

Die Kryptobörse Kraken hat am 28. Juli 2026 PYUSD-Einzahlungen und -Auszahlungen über das Stellar-Netzwerk freigeschaltet. PYUSD ist der digitale Dollar-Stablecoin von PayPal, ausgegeben von der Paxos Trust Company — also ein Coin, der stets 1:1 mit echten US-Dollar hinterlegt sein soll. Für deutsche Nutzer bedeutet die neue Option: günstigere und schnellere Transfers als auf vielen anderen Netzwerken — allerdings nur, wenn man das richtige Netzwerk wählt.

Nativ ausgegeben, sekundenschnell abgewickelt: So funktioniert die neue PYUSD-Route bei Kraken

Laut PYUSD Deposits and Withdrawals Now Available on Stellar (Kraken) wird PYUSD auf Stellar nicht über eine sogenannte Bridge — also eine technische Brücke, die Coins von einem Netzwerk ins andere überträgt — bereitgestellt, sondern direkt von Paxos auf Stellar ausgegeben. Das bedeutet: Jeder PYUSD auf Stellar ist eine originäre, vollreservierte Einheit, keine abgeleitete Kopie.

Das Stellar-Netzwerk ist eine Open-Source-Blockchain, die speziell für Zahlungen entwickelt wurde. Transaktionen werden dort in rund fünf Sekunden abgewickelt, die Netzwerkgebühren liegen typischerweise bei einem Bruchteil eines Cents.

Zwei wichtige Einschränkungen nennt Kraken ausdrücklich: Der Handel über die Kraken App und die Funktion „Instant Buy" ist noch nicht sofort verfügbar — sie werden erst freigeschaltet, sobald ausreichende Liquiditätsbedingungen erfüllt sind. Außerdem warnt Kraken unmissverständlich: Wer PYUSD über ein nicht unterstütztes Netzwerk einzahlt, verliert die Coins unwiederbringlich. Geografische Beschränkungen können zudem dazu führen, dass die Funktion nicht in allen Ländern zugänglich ist.

Schnell und günstig — aber die Netzwerkwahl kann alles kosten

Die neue Stellar-Option bei Kraken ist mehr als ein technisches Detail: Sie zeigt, wie sich der Markt für Stablecoins gerade verschiebt. Immer mehr Dollar-Coins wandern auf Netzwerke, die von Grund auf für Zahlungen gebaut wurden — weg von Ethereum, das für alltägliche Überweisungen schlicht zu teuer und zu langsam ist.

Ein wichtiger Unterschied, den deutsche Nutzer kennen sollten: PYUSD auf Stellar ist nativ von Paxos ausgegeben — nicht über eine sogenannte Bridge, also eine technische Brücke zwischen zwei Netzwerken, in die theoretisch Fehler oder Sicherheitslücken eingebaut sein können. Das bedeutet: Jeder PYUSD auf Stellar ist direkt vollständig mit US-Dollar gedeckt, ohne Umweg über ein Zwischensystem. Das reduziert eine Risikoquelle, die bei anderen Token-Übertragungen durchaus relevant ist.

Was die Integration jedoch nicht ist: ein universelles Zahlungsmittel für den deutschen Alltag. PYUSD ist ein US-Dollar-Coin — wer Euro-Beträge umrechnet, trägt das Wechselkursrisiko. Außerdem gilt: Der direkte Handel über die Kraken-App steht noch nicht bereit, sondern erst dann, wenn die Börse ausreichende Liquidität sieht.

Der kritischste Punkt bleibt die Netzwerkwahl beim Einzahlen. Wer PYUSD irrtümlich über ein anderes Netzwerk — etwa Ethereum oder Solana — an die Kraken-Stellar-Adresse schickt, verliert die Coins laut Krakens eigenem Hinweis unwiederbringlich. Eine Rückerstattung ist nicht vorgesehen. Gerade für weniger erfahrene Nutzer ist das ein echtes Risiko, das man nicht unterschätzen sollte.

Stellar und PYUSD: Zwei Bausteine, die hier erstmals zusammenkommen

Stellar ist eine Open-Source-Blockchain, die von Anfang an auf Zahlungen ausgelegt wurde — nicht auf komplexe Finanzanwendungen wie viele andere Netzwerke. Das macht sich in der Praxis bemerkbar: Transaktionen werden in etwa fünf Sekunden abgeschlossen, die Netzwerkgebühren liegen typischerweise bei einem Bruchteil eines Cents.

PYUSD ist dabei nicht irgendwie auf Stellar „übertragen" worden. Paxos gibt den Coin dort nativ aus — das heißt, er existiert auf Stellar als eigenständige Version, ohne Umweg über eine sogenannte Bridge (eine technische Brücke zwischen zwei Blockchains, die zusätzliche Risiken birgt). Das Ergebnis ist eine vollständig reservierte Dollar-Variante direkt auf dem Netzwerk.

Stablecoins wie PYUSD gewinnen als Zahlungsmittel an Bedeutung, weil sie die Preisstabilität des Dollars mit der Übertragungsgeschwindigkeit einer Blockchain verbinden. Welches Netzwerk man dabei nutzt, ist keine technische Kleinigkeit — es entscheidet über Kosten, Geschwindigkeit und, wie Kraken ausdrücklich betont, darüber, ob Coins überhaupt ankommen.

Häufige Fragen

Was passiert, wenn ich PYUSD über ein falsches Netzwerk einzahle?

Das Geld ist weg. Kraken weist ausdrücklich darauf hin, dass Einzahlungen über nicht unterstützte Netzwerke unwiederbringlich verloren gehen — es gibt kein Rückerstattungsversprechen. Wer PYUSD über Stellar transferieren möchte, muss beim Einzahlen zwingend „Stellar" als Netzwerk auswählen. Im Zweifel lieber einen kleinen Testbetrag vorausschicken, bevor man größere Summen bewegt.

Was bedeutet „nativ emittiert" bei PYUSD auf Stellar?

PYUSD auf Stellar wurde direkt von Paxos — dem Unternehmen hinter dem Coin — auf dieser Blockchain ausgegeben. Es handelt sich also nicht um eine sogenannte Bridge, bei der ein Coin von einem Netzwerk ins andere „hinübergespiegelt" wird und dabei Zusatzrisiken entstehen können. Die Stellar-Version ist eine eigenständige, vollreservierte Ausgabe.

Kann ich PYUSD auf Stellar sofort in der Kraken-App handeln?

Noch nicht. Laut Kraken wird der Handel über die App sowie die „Instant Buy"-Funktion erst aktiviert, sobald bestimmte Liquiditätsbedingungen erfüllt sind. Ein- und Auszahlungen über Stellar funktionieren aber bereits.

Quellen