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Kraken Prop erhöht Leverage auf bis zu 10x für Bitcoin, Nasdaq 100 und S&P 500

Von KryptoRatgeber · veröffentlicht 18. August 2026

Kraken Prop erhöht Leverage auf bis zu 10x für Bitcoin, Nasdaq 100 und S&P 500

Ab dem 18. August 2026 verdoppelt Kraken Prop den maximalen Hebel (Leverage) für sein simuliertes Prop-Trading-Programm: Für Bitcoin, den Nasdaq 100 und den S&P 500 stehen nun bis zu 10x zur Verfügung, wo bislang 5x das Limit waren. Das bedeutet: Wer eine Million Dollar Handelsvolumen simulieren möchte, braucht dafür nur noch halb so viel Kapital als Sicherheitsleistung zu hinterlegen. Für deutsche Interessierte lohnt ein genauer Blick auf die Bedingungen — denn der Dienst ist ausdrücklich unreguliert.

Konkrete Zahlen: Was sich ab August ändert — und was gleich bleibt

Laut 10x Leverage Is Now Live on Breakout (Kraken) gelten die neuen Limits ab dem 18. August 2026 ausschließlich für neu eröffnete Positionen. Bestehende Positionen laufen weiter mit der bisherigen 5x-Leverage, und wer sich aktuell noch in einer Evaluierungsphase befindet, handelt ebenfalls unter den alten Bedingungen.

Wichtig zum Verständnis: Bei Kraken Prop sind alle Handelspositionen vollständig simuliert — es wird kein echtes Kapital an Märkten bewegt. Was sich ändert, ist die Größe des simulierten Handelsvolumens, das Teilnehmer mit einer bestimmten Account-Größe darstellen dürfen. Um eine simulierte Bitcoin-Position im Wert von einer Million US-Dollar abzubilden, war bisher eine Account-Margin von 200.000 USD erforderlich; künftig reichen 100.000 USD. Der notionale Cap — also das maximal darstellbare Volumen — liegt für Bitcoin und den Nasdaq 100 bei je einer Million USD, für den S&P 500 bei zwei Millionen USD.

Für Solana gilt künftig ein Maximum von 5x Leverage bei einem Cap von 500.000 USD, für den Token HYPE 3x bei 200.000 USD. Der Profit-Split — der Anteil der Teilnehmer an simulierten Gewinnen, der als echte Zahlung ausgekehrt wird — bleibt unverändert bei 80 bis 90 Prozent. Evaluierungsgebühren sind nach Handelsbeginn in keinem Fall erstattungsfähig, teilt Kraken Prop explizit mit.

Mehr Hebelkraft, weniger Schutz — was die Änderung wirklich bedeutet

Die Verdoppelung des Hebels ist aus Marketingsicht eingängig: gleiche Chance, halber Kapitaleinsatz. Was dabei leicht in den Hintergrund gerät: Das Verlustrisiko skaliert im selben Verhältnis. Wer bei 10x Leverage nur zehn Prozent Gegenbewegung verträgt, bevor die Sicherheitsleistung aufgebraucht ist, hat weniger Puffer als zuvor — und das in einem Bewertungskontext, in dem eine einzige schlechte Phase das Ende der Evaluierung bedeutet.

Hinzu kommt ein strukturelles Detail, das deutschen Nutzern bewusst sein sollte: Kraken Prop beschreibt sich selbst ausdrücklich als unregulierten Dienst, betrieben durch Payward Oceanic Ltd. Das bedeutet konkret: Es greift keine staatliche Einlagensicherung, keine BaFin-Aufsicht, kein europäisches Verbraucherschutzrecht — jedenfalls nicht automatisch. Im Streitfall fehlt die Instanz, an die man sich als Anleger wenden könnte.

Ein weiteres Detail verdient Aufmerksamkeit: Die Evaluierungsgebühr ist nicht erstattungsfähig, sobald mit dem Handel begonnen wurde — unabhängig davon, ob man die Prüfung besteht oder nicht. Der potenzielle Gewinn ist real, der Gebührenverlust ebenfalls.

Die Leverage-Erhöhung macht Kraken Prop für erfahrene Trader attraktiver — senkt aber gleichzeitig die Fehlertoleranz. Wer das Programm als Einstieg in den Handel betrachtet, sollte bedenken: Simulierte Positionen lehren echte Disziplin nur dann, wenn man mit dem Verlust der Gebühr nüchtern umgehen kann.

Simuliertes Trading, reale Auszahlungen: Wie Prop-Trading-Programme funktionieren

Kraken Prop ist kein klassischer Broker. Das Modell funktioniert so: Trader kaufen zunächst eine kostenpflichtige Evaluierung und handeln dann in einer vollständig simulierten Umgebung — echtes Kapital von Nutzern steht dabei nicht auf dem Spiel. Wer die Regeln der Evaluierung erfüllt, erhält Auszahlungen auf Basis der simulierten Gewinne. Das Geld dahinter stammt vom Anbieter, nicht vom Trader selbst.

Zentral für das Verständnis ist der Begriff Hebel (Leverage): Ein 10-facher Hebel bedeutet, dass man mit 100.000 Dollar Sicherheitsleistung eine Position im Wert von einer Million Dollar kontrolliert. Das vervielfacht mögliche Gewinne — aber auch Verluste im Evaluierungskontext, was einen schnelleren Ausschluss aus dem Programm bedeuten kann.

Anders als bei regulierten Finanzprodukten greift hier kein staatlicher Anlegerschutz — weder ein deutsches noch ein europäisches Regelwerk sichert Teilnehmer ab.

Häufige Fragen

Was passiert mit Positionen, die ich vor dem 18. August 2026 eröffnet habe?

Bestehende Positionen laufen unverändert weiter: Sie behalten ihre ursprüngliche Leverage, bis sie geschlossen werden. Dasselbe gilt für laufende Evaluierungen — sie werden unter den Bedingungen abgeschlossen, die zum Zeitpunkt des Starts galten. Nur neu eröffnete Positionen ab dem 18. August 2026 profitieren von den erhöhten Limits.

Sind die gehandelten Positionen echt?

Nein. Bei Kraken Prop sind alle Handelspositionen simuliert — es wird kein echtes Kapital an Märkten eingesetzt. Real sind lediglich die Auszahlungen, die auf Basis der simulierten Performance berechnet werden. Dieser Unterschied ist wichtig: Nutzer riskieren kein investiertes Marktkapital, tragen aber das Risiko, die gezahlte Evaluierungsgebühr zu verlieren.

Was bedeutet es, dass der Dienst unreguliert ist?

Kraken Prop bezeichnet sich selbst ausdrücklich als unregulierten Dienst, betrieben durch Payward Oceanic Ltd. Das bedeutet: Es greift kein staatlicher Anlegerschutz, wie er etwa bei lizenzierten Brokern in der EU üblich ist. Im Streitfall stehen behördliche Beschwerdestellen oder Einlagensicherungen nicht zur Verfügung.

Quellen