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Indodax pausiert MYRO-Deposits und -Withdrawals wegen Contract-Address-Migration

Von KryptoRatgeber · veröffentlicht 17. Juni 2026

Indodax pausiert MYRO-Deposits und -Withdrawals wegen Contract-Address-Migration

Die indonesische Kryptobörse Indodax hat seit Mittwoch, 10. Juni 2026, 15:15 Uhr Ortszeit, alle Ein- und Auszahlungen für den Token MYRO vorübergehend gesperrt. Grund ist eine Migration auf eine neue Contract Address — also eine neue technische Vertragsadresse, über die der Token künftig läuft. Wer MYRO auf Indodax hält oder dorthin transferieren wollte, muss warten, bis die Börse die Dienste nach Abschluss der Migration wieder freigibt.

Einzahlungen nach dem Stichtag außerhalb der Migrations-Unterstützung

Laut Contract Address Migration MYRO (Indodax Blog) führt Indodax die Migration selbst durch: Die Börse übernimmt dabei die Umstellung der hinterlegten MYRO-Bestände ihrer Nutzer auf die neue Vertragsadresse. Wer seine Token zum Zeitpunkt der Sperrung bereits auf Indodax verwahrt hat, muss dafür nichts weiter unternehmen — die Börse versichert, dass die Assets während des Vorgangs sicher sind.

Einen wichtigen Vorbehalt macht Indodax jedoch deutlich: MYRO-Einzahlungen, die nach dem 10. Juni 2026, 15:15 Uhr WIB eingegangen sind, gelten ausdrücklich nicht als Teil der unterstützten Migration. Solche Transfers werden nach den eigenen operativen Richtlinien der Börse behandelt — nähere Details dazu nennt die Ankündigung nicht.

Wer die Migration lieber in die eigene Hand nehmen möchte, kann das auch eigenständig tun: Indodax verweist dafür auf einen Leitfaden über das Twitter/X-Konto @MyroSOL. Wann die Ein- und Auszahlungen mit der neuen Vertragsadresse wieder geöffnet werden, steht noch offen — ein konkretes Datum wurde nicht genannt. Die Ankündigung soll in einer gesonderten Mitteilung folgen.

Was die Sperre schützt — und was sie nicht bedeutet

Eine Contract-Address-Migration ist kein Delisting. MYRO verschwindet nicht von Indodax, der Token wechselt lediglich seine technische Heimatadresse — vergleichbar damit, wenn ein Unternehmen umzieht und künftig unter einer neuen Anschrift erreichbar ist. Die Sperre von Ein- und Auszahlungen ist dabei eine Schutzmaßnahme: Würden Nutzer während der Umstellungsphase MYRO auf die alte Adresse einzahlen, landeten die Token womöglich im digitalen Nirgendwo.

Besonders relevant ist ein Detail, das leicht übersehen wird: Indodax unterstützt die Migration nur für Einzahlungen, die vor dem 10. Juni 2026, 15:15 Uhr WIB, eingegangen sind. Wer danach MYRO auf sein Indodax-Konto transferiert hat, kann sich laut Ankündigung der Börse nicht automatisch auf die Migrations-Unterstützung verlassen — die dann eingehenden Token werden nach den allgemeinen operativen Richtlinien der Plattform behandelt, was im Zweifel manuellen Aufwand bedeuten kann.

Für deutsche Nutzer, die MYRO außerhalb von Indodax in einer eigenen Wallet halten, besteht alternativ die Möglichkeit, die Migration eigenständig über einen Leitfaden des offiziellen MYRO-Projekts durchzuführen — Indodax verweist dafür auf das Twitter/X-Konto @MyroSOL. Ein konkretes Datum für die Wiedereröffnung der Deposits und Withdrawals steht noch aus; Indodax hat lediglich angekündigt, dies in einer separaten Meldung bekanntzugeben.

Warum ein Token eine neue Adresse bekommt

Jeder Token im Krypto-Bereich existiert auf einer Blockchain als sogenannter Smart Contract — ein selbstausführendes Programm, das die Spielregeln des Tokens festlegt: Gesamtmenge, Übertragungsregeln, Berechtigungen. Dieser Vertrag hat eine feste Smart Contract Adresse — vergleichbar mit einer Hausnummer, unter der der Token im Netzwerk erreichbar ist.

Muss ein Projekt seinen Token grundlegend aktualisieren — etwa wegen technischer Fehler, neuer Funktionen oder eines Plattformwechsels — lässt sich der alte Vertrag in der Regel nicht einfach überschreiben. Stattdessen entsteht ein neuer Vertrag mit neuer Adresse, und alle Bestände müssen dorthin übertragen werden.

Für Nutzer ist diese Übergangsphase heikel: Wer den alten Token nach dem Stichtag an eine Börse schickt, die bereits auf die neue Adresse umgestellt hat, riskiert, dass die Einzahlung nicht korrekt zugeordnet wird. Die Sperrung von Deposits und Withdrawals ist daher eine Schutzmaßnahme — keine Störung.

Häufige Fragen

Sind meine MYRO-Bestände auf Indodax während der Sperrung sicher?

Laut Indodax (Blog) sind die MYRO-Assets aller Nutzer während der Migration geschützt — die Börse führt die Umstellung auf die neue Contract Address in eigener Verantwortung durch. Nutzer müssen dafür selbst nichts unternehmen, solange sie ihre Token auf der Plattform halten.

Was passiert, wenn ich MYRO trotzdem einzahle?

Deposits, die nach dem 10. Juni 2026 um 15:15 Uhr WIB bei Indodax eingehen, sind ausdrücklich nicht Teil der von der Börse unterstützten Migration. Indodax teilt mit, dass solche Einzahlungen nach den eigenen operativen Richtlinien behandelt werden — was genau das bedeutet, lässt die Ankündigung offen. Im Zweifel gilt: keine Einzahlungen während einer laufenden Migration vornehmen.

Wann werden Deposits und Withdrawals wieder geöffnet?

Ein konkretes Datum hat Indodax nicht genannt. Die Wiedereröffnung soll in einer separaten Ankündigung bekanntgegeben werden, sobald Migration und technische Vorbereitungen abgeschlossen sind.

Quellen