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Hunter Bidens LAPTOP-Memecoin verliert über 95 % in der ersten Handelsstunde – Biden weist Rug-Pull-Vorwürfe zurück

Von KryptoRatgeber · veröffentlicht 11. September 2026

Hunter Bidens LAPTOP-Memecoin verliert über 95 % in der ersten Handelsstunde – Biden weist Rug-Pull-Vorwürfe zurück

Laut übereinstimmenden Berichten von Cointelegraph und Decrypt ist am Mittwoch, dem 10. September 2026, ein Memecoin namens LAPTOP — benannt nach dem MacBook, das Hunter Biden 2019 in einer Reparaturwerkstatt zurückließ — innerhalb von nur einer Stunde um mehr als 95 Prozent eingebrochen. Damit verloren viele Käufer nahezu ihren gesamten Einsatz in kürzester Zeit. Das Projekt steht beispielhaft dafür, wie riskant politisch vermarktete Kryptowährungen sein können — ein Thema, das auch deutsche Anleger kennen sollten.

Von 190 Dollar auf 4,77 Dollar: Der minutenschnelle Absturz des LAPTOP-Tokens

Laut übereinstimmenden Berichten von Cointelegraph und Decrypt erreichte LAPTOP nach dem Start auf der Base-Blockchain — einer Ethereum-kompatiblen Infrastruktur — innerhalb von gerade einmal 120 Sekunden ein Allzeithoch von 190,81 US-Dollar. Doch der Absturz folgte ebenso dramatisch: Nach 30 Minuten hatte der Token bereits 90 Prozent seines Wertes verloren, nach einer Stunde notierte er laut Decrypt bei rund 4,77 US-Dollar.

Hinter den Kulissen zeigt sich ein ungleiches Bild. Laut Cointelegraph dokumentierte die Blockchain-Analysefirma Nansen in einer LAPTOP-Wallet nicht realisierte Verluste von 117.800 US-Dollar. Gleichzeitig berichtete Decrypt von einem einzelnen Wallet, das innerhalb von fünf Minuten rund 930.000 US-Dollar Gewinn einfuhr — während ein anderes Wallet bei einem Einsatz von rund 200.000 US-Dollar binnen einer Stunde 98,5 Prozent verlor.

Ebenfalls laut Cointelegraph entfallen 30 Prozent des Gesamtangebots von einer Milliarde Token auf die Gründer, gesperrt für sechs Monate mit anschließender 24-monatiger Auszahlungsphase. Die Analyseplattform Bubblemaps stellte dabei fest, dass 60 Prozent der größten Halter-Wallets zuvor keinerlei Aktivität aufwiesen — ein Befund, der Fragen zur Verteilungsstruktur aufwirft, ohne zwingend auf Insiderhandel hinzudeuten.

Wenn der Name groß ist, aber die Struktur es nicht trägt

Der LAPTOP-Crash ist kein Einzelfall — aber er zeigt besonders deutlich, wie gefährlich die Kombination aus politischer Aufmerksamkeit, dünner Liquidität und aggressiven Trading-Bots sein kann. Prominente Namen erzeugen Nachfrage; was sie selten erzeugen, ist eine solide Marktstruktur dahinter.

Drei strukturelle Schwachstellen stechen hier heraus: Erstens können Sniping-Bots — automatisierte Programme, die neue Token in der Startphase blitzschnell aufkaufen — den Preis innerhalb von Sekunden in die Höhe treiben und kurz danach durch Massenverkäufe wieder abstürzen lassen. Wer manuell kauft, kommt dabei systematisch zu spät. Zweitens schützt ein formaler Lock-up — also eine vertraglich festgelegte Sperrfrist für Gründer-Token — zwar vor direktem Insider-Verkauf, sagt aber nichts darüber aus, wer außerhalb des Kernteams früh positioniert war. Dass 60 Prozent der Top-Holder-Wallets laut Bubblemaps zuvor innerhalb von zehn Tagen erstmals finanziert worden waren, ist auffällig, beweist aber keine Absprache.

Drittens lässt sich ein Rug Pull — der gezielte Ausstieg der Projektbetreiber auf Kosten der Käufer — von einem organischen Kurseinbruch durch Bot-Aktivität und Panikverkäufe im Nachhinein oft kaum eindeutig unterscheiden. Genau das macht Vorwürfe wie die gegen LAPTOP so schwer zu widerlegen — und so schwer zu beweisen.

Für deutsche Anleger gilt dasselbe wie überall: Hype und Substanz sind zwei verschiedene Dinge. Wie hoch die steuerlichen Folgen solcher Trades ausfallen, hängt von individuellen Umständen ab — das klärt im Zweifel ein Steuerberater.

Politisch vermarktete Memecoins: Was hinter dem Hype steckt

Memecoins — Kryptowährungen, die auf einem Internet-Witz, einem Trend oder einer öffentlichen Person beruhen — haben keinen technischen Eigenwert. Ihr Kurs hängt fast ausschließlich davon ab, wie viele Menschen bereit sind, dafür zu zahlen. Steigt das Interesse, steigt der Preis; schwindet es, kann er genauso schnell fallen.

Im Fall von LAPTOP kam erschwerend hinzu, dass mehrere Nutzer einen sogenannten Rug Pull vermuteten — ein Szenario, bei dem die Initiatoren eines Projekts die Liquidität abziehen oder ihre Token abstoßen und die übrigen Anleger mit wertlosen Coins zurücklassen. Hunter Biden bestreitet, dass so etwas geschehen ist, und verweist auf technische Sperren für Gründer-Token.

Ob tatsächlich ein Rug Pull vorlag oder ob der Absturz durch dünne Liquidität und automatisierte Trading-Bots beschleunigt wurde, ist bislang nicht abschließend belegt. Genau diese Unklarheit ist charakteristisch für politisch aufgeladene Memecoins: Der Name erzeugt Aufmerksamkeit, die Verantwortlichkeit bleibt schwer nachzuverfolgen.

Häufige Fragen

War der LAPTOP-Coin ein Rug Pull?

Das ist nicht abschließend geklärt. Ein Rug Pull liegt vor, wenn Projektbeteiligte Liquidität abziehen oder Token verkaufen und so den Kurs absichtlich zum Absturz bringen. Hunter Biden bestritt, persönlich profitiert zu haben, und verwies darauf, dass die Gründer-Token technisch gesperrt sind. Ob andere Akteure — etwa Sniping-Bots oder frühe Großkäufer — den Kurs manipulierten, blieb zum Zeitpunkt der Berichterstattung offen.

Was sind Sniping-Bots, und warum sind sie ein Problem?

Sniping-Bots sind automatisierte Programme, die in Millisekunden nach dem Start eines neuen Tokens kaufen — noch bevor normale Anleger reagieren können. Sie sichern sich so einen günstigen Einstiegspreis und verkaufen häufig kurz darauf mit Gewinn. Das treibt den Kurs künstlich in die Höhe und hinterlässt spätere Käufer mit stark überteuerten Token — ein strukturelles Problem bei vielen Memecoins.

Quellen