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Gate.io listet AntFun (ANTFUN): Spot-Handel, Convert und Launchpool mit 3,7 Mio. Token Belohnungen

Von KryptoRatgeber · veröffentlicht 21. Juli 2026

Gate.io listet AntFun (ANTFUN): Spot-Handel, Convert und Launchpool mit 3,7 Mio. Token Belohnungen

Die Kryptobörse Gate.io hat angekündigt, den Token AntFun (ANTFUN) ab dem 21. Juli 2026 zum Handel zuzulassen und gleichzeitig einen sogenannten Launchpool zu starten — ein Mechanismus, bei dem Nutzer vorhandene Kryptowährungen einsetzen, um neue Token zu verdienen. Insgesamt schüttet Gate.io dabei laut eigener Mitteilung rund 3,76 Millionen ANTFUN-Token aus. Für deutsche Interessierte lohnt ein nüchterner Blick auf das Projekt und die Bedingungen.

Drei Handelswege, gestaffelter Start und ein vierzehntägiger Belohnungspool

Laut der Ankündigung (Gate.io) öffnet Gate.io den Spot-Handel für das Paar ANTFUN/USDT am 21. Juli 2026 um 10:00 Uhr UTC. Eine Stunde später — um 11:00 Uhr UTC — folgt der sogenannte Convert-Handel, bei dem Nutzer Token direkt zu einem festen Kurs tauschen können, ohne ein Orderbuch zu nutzen. Auszahlungen auf externe Wallets werden erst ab dem 22. Juli 2026, 10:00 Uhr UTC freigegeben — also einen ganzen Tag nach dem Listing-Start.

Parallel dazu läuft Launchpool Nummer 367. Der Mining-Zeitraum erstreckt sich vom 21. Juli 2026, 12:00 Uhr UTC bis zum 4. August 2026, 12:00 Uhr UTC. Nutzer können zwischen drei Pools wählen: Wer USDT einsetzt, kann anteilig bis zu 1.502.630 ANTFUN verdienen; für GUSD gilt dieselbe Obergrenze von 1.502.629 ANTFUN. Wer bereits ANTFUN hält und diese stakt, hat Zugang zu einem kleineren Pool mit 751.315 ANTFUN. Die Belohnungen werden stündlich gutgeschrieben.

Gate.io weist ausdrücklich darauf hin, dass Gate Labs nicht in AntFun investiert hat. Nutzer aus dem Vereinigten Königreich sowie weiteren eingeschränkten Regionen sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

Launchpool-Mechanik klingt verlockend — doch die Risiken sitzen tief

Das Launchpool-Modell folgt einer klaren Logik: Wer bereits Kryptowährungen wie USDT hält, kann sie zeitlich begrenzt einsetzen und erhält dafür neue Token — ohne zusätzliches Kapital zu riskieren. Auf den ersten Blick wirkt das wie ein risikoloser Bonus. Der Haken liegt im Detail.

Denn die ausgeschütteten ANTFUN-Token haben beim Start noch keinen stabilen Marktwert. Wer sie sofort nach Freigabe der Auszahlungen — frühestens ab dem 22. Juli 2026 — verkaufen möchte, trifft auf einen frischen, dünn gehandelten Markt. Viele andere Launchpool-Teilnehmer stehen zum selben Zeitpunkt vor derselben Überlegung, was den Preis unter Druck setzen kann.

Hinzu kommen offene Fragen zur Tokenstruktur: Laut Projektangaben befinden sich derzeit knapp 19 Prozent des maximalen Gesamtangebots von zehn Milliarden Token im Umlauf. Was mit dem verbleibenden Großteil geschieht — also wann Team- und Investoren-Anteile freigegeben werden — sollte jeder Interessierte in den Vesting-Bedingungen des Projekts nachlesen, bevor er teilnimmt.

Bemerkenswert ist der explizite Hinweis von Gate.io, dass Gate Labs nicht in AntFun investiert hat. Das grenzt die Börse von einer inhaltlichen Empfehlung bewusst ab — und sollte Nutzer dazu anhalten, das Projekt eigenständig zu bewerten, statt dem Listing-Ereignis selbst eine Qualitäts-Aussage zu entnehmen. Ein Listing ist kein Gütesiegel. Für deutsche Anleger gilt zudem: Staking-Erträge in Kryptowährungen können steuerlich relevant sein und sollten im Zweifel mit einem Steuerberater besprochen werden.

Launchpool und Solana-Wallet: Was hinter AntFun steckt

AntFun bezeichnet sich selbst als eine Art Schweizer Taschenmesser für Web3-Nutzer: eine mobile App, die Kryptowallet, dezentralen Handel — also Tauschgeschäfte ohne Mittelsmann — und soziale Funktionen wie Gruppen-Chats und geteilte Trading-Signale unter einem Dach vereint. Das Projekt läuft hauptsächlich auf Solana, einer Blockchain, die für ihre niedrigen Gebühren und hohe Transaktionsgeschwindigkeit bekannt ist, und unterstützt zusätzlich die BNB Smart Chain.

Das Listing-Modell, das Gate.io hier verwendet, folgt einem verbreiteten Muster in der Branche: Nutzer staken — also sperren — bereits vorhandene Assets wie USDT, um im Gegenzug neue Token zu erhalten. Wie ein solcher Launchpool und das zugrunde liegende Staking-Prinzip genau funktionieren, ist für das Verständnis der Risiken und Chancen entscheidend. Grundsätzlich gilt: Je mehr Teilnehmer staken, desto kleiner fällt der individuelle Anteil aus.

Häufige Fragen

Warum sind Auszahlungen von ANTFUN nicht sofort möglich?

Spot-Handel und Auszahlung folgen bei diesem Listing einem gestaffelten Zeitplan: Der Handel beginnt am 21. Juli 2026, während Auszahlungen — also das Übertragen von ANTFUN auf externe Wallets — erst ab dem 22. Juli 2026 freigeschaltet werden. Wer Token kauft oder durch den Launchpool verdient, kann sie in diesem Zeitfenster nicht bewegen. Dieses Zeitfenster ist in der Ankündigung von Gate.io explizit ausgewiesen.

Was bedeutet die Aussage, Gate Labs habe nicht in AntFun investiert?

Gate.io hält in seiner Ankündigung ausdrücklich fest, dass Gate Labs nicht in AntFun investiert hat. Das ist ein Transparenzhinweis, der Interessenkonflikte offenlegen soll — schließt aber nicht aus, dass Gate.io auf anderem Weg vom Listing profitiert, etwa über Handelsgebühren. Anleger sollten diese Aussage daher nicht als umfassende Unbedenklichkeitserklärung werten.

Können Nutzer aus Deutschland am Launchpool teilnehmen?

Die Ankündigung schließt explizit Nutzer aus dem Vereinigten Königreich und weiteren eingeschränkten Regionen von der Teilnahme aus. Für Deutschland nennt die Primärquelle keine entsprechende Einschränkung — dennoch sollten Interessierte die jeweils geltenden Nutzungsbedingungen von Gate.io eigenständig prüfen, da sich regulatorische Vorgaben ändern können.

Quellen