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Curve Finance jetzt auf Arc verfügbar – Circle's Layer 1 für Stablecoin-Finanzmärkte

Von KryptoRatgeber · veröffentlicht 17. September 2026

Curve Finance jetzt auf Arc verfügbar – Circle's Layer 1 für Stablecoin-Finanzmärkte

Seit dem 17. September 2026 ist Curve Finance auf Arc verfügbar — einem neuen, eigenständigen Layer-1-Netzwerk des Stablecoin-Emittenten Circle, das speziell für digitale Finanzanwendungen rund um stabile Währungen konzipiert ist. Curve News zufolge bringt die Integration insbesondere Curves FX-Handelsfunktion auf die neue Plattform: automatisierte Liquiditätspools, über die verschiedene Stablecoins — etwa Dollar- und Euro-Varianten — direkt gegeneinander getauscht werden können. Für deutsche Nutzer, die solche Euro-Dollar-Märkte auf der Blockchain verfolgen, ist das eine weitere Anlaufstelle neben den bereits bestehenden Netzwerken, auf denen Curve ähnliche Pools betreibt.

Arc im Detail: USDC als Gebührenwährung, Finalität unter einer Sekunde — und was das für Liquiditätspools bedeutet

Laut Curve News (Curve Finance) nutzt Arc USDC — den Dollar-Stablecoin von Circle — als Token für Transaktionsgebühren, anstelle eines eigenen nativen Netzwerk-Tokens wie etwa Ether bei Ethereum. Transaktionen sollen demnach in unter einer Sekunde abschließend bestätigt werden, was die Quelle als „deterministische Finalität" bezeichnet — gemeint ist, dass eine Buchung nach Abschluss nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Curve News zufolge ist Arc außerdem mit Circles unternehmenseigenem Cross-Chain Transfer Protocol (CCTP) verknüpft, einem System, das USDC-Transfers zwischen verschiedenen Blockchain-Netzwerken koordiniert.

Für die Pools selbst kommt laut Curve News der sogenannte FXSwap-AMM — ein Automated Market Maker, also ein algorithmusbasiertes Handelssystem — zum Einsatz. Dieser kombiniert eine bewegliche Preisreferenz mit automatischem Rebalancing durch Arbitrage und ist speziell für Stablecoin-Paare in verschiedenen Währungen gedacht. Curve betreibt diese FX-Pools der eigenen Mitteilung zufolge bereits auf fünf weiteren Netzwerken, mit mehr als 20 aktiven Pools über zehn Währungskorridore. Arc ist damit eine Erweiterung eines bestehenden Produkts. Emittenten, die eigene Pools auf Arc aufsetzen möchten, können laut Curve News vorab Unterstützung beim Pool-Design und der Parameterwahl in Anspruch nehmen.

Was ein spezialisiertes Stablecoin-Netzwerk von einer normalen Blockchain unterscheidet

Das Besondere an Arc ist nicht, dass Curve dort verfügbar ist — das Protokoll läuft bereits auf dutzenden Netzwerken. Interessant ist vielmehr das Konzept dahinter: ein Layer-1-Netzwerk, das von Anfang an auf einen einzigen Anwendungsfall zugeschnitten ist und dessen Transaktionsgebühren in USDC statt in einem nativen Krypto-Token bezahlt werden. Das ist ungewöhnlich. Auf Ethereum zahlt man Gebühren in Ether, auf Solana in SOL — auf Arc hingegen bleibt man durchgehend im Stablecoin-Universum.

Für Liquiditätsanbieter — also Nutzer, die eigene Mittel in Pools einbringen, um Tauschgeschäfte anderer zu ermöglichen — verändert das die Kostenrechnung: Keine Wechselkursschwankungen zwischen Gebühren-Token und eingesetzten Mitteln. Gleichzeitig bedeutet es eine engere Abhängigkeit vom Ökosystem eines einzelnen Unternehmens, nämlich Circle als USDC-Emittent und Arc-Betreiber.

Curves FXSwap-Mechanismus für Fremdwährungs-Paare ist dabei konzeptionell anders als die klassischen Stablecoin-Pools: Er arbeitet mit einer beweglichen Preisreferenz, die sich an externen Kursen orientiert, statt von einer Parität zwischen gleichwertigen Dollar-Stablecoins auszugehen. Wer als Liquiditätsanbieter mitmacht, trägt damit andere Risiken als in einem reinen Dollar-Pool — etwa Wechselkursrisiken zwischen Euro- und Dollar-Stablecoins.

Was diese Integration nicht ist: ein Hinweis auf die Entwicklung bestimmter Kurse oder ein Signal für die Nachfrage nach Euro-Stablecoins. Das sind strukturelle Infrastrukturentscheidungen, keine Marktaussagen.

Zwei Bausteine, die man kennen sollte: Stablecoins und AMMs

Wer die Integration einordnen möchte, braucht zwei Grundbegriffe. Ein Stablecoin ist eine Kryptowährung, deren Wert an einen festen Bezugspunkt gekoppelt ist — zum Beispiel an den US-Dollar (USDC) oder den Euro (EURC). Anders als Bitcoin schwankt ihr Kurs kaum, was sie für den Zahlungsverkehr und den Umtausch zwischen Währungen attraktiv macht.

Den Umtausch selbst übernimmt bei Curve ein Automated Market Maker (AMM) — also ein Computerprogramm, das Käufer und Verkäufer ersetzt und Kurse automatisch aus dem Verhältnis zweier Vermögenswerte in einem Pool berechnet. Curves FXSwap-AMM ist dabei speziell für Fremdwährungs-Paare gebaut: Er bezieht eine externe Preisreferenz ein und nutzt Arbitrage — also das gewinnorientierte Ausnutzen von Preisunterschieden — um die Bestände im Pool auszugleichen. Das unterscheidet ihn vom klassischen Curve-Pool, der gleichwertige Dollar-Stablecoins wie USDC und USDT handelt.

Häufige Fragen

Was ist Arc, und was unterscheidet es von anderen Blockchain-Netzwerken?

Arc ist ein eigenständiges Layer-1-Netzwerk — also eine eigene Basisblockchain, keine Erweiterung einer bestehenden Kette — das Circle, der Herausgeber des Stablecoins USDC, speziell für Stablecoin-Finanzmärkte und realwirtschaftliche Anwendungen entwickelt hat. Ungewöhnlich ist, dass Arc keine eigene Kryptowährung für Transaktionsgebühren verwendet, sondern USDC. Transaktionen werden laut Curve News in unter einer Sekunde unwiderruflich abgeschlossen.

Was macht FXSwap anders als ein normaler Stablecoin-Pool?

Klassische Liquidity Pools auf Curve sind für Stablecoins gedacht, die denselben Wert abbilden — etwa verschiedene Dollar-Stablecoins. FXSwap hingegen ist Curves spezieller Automated Market Maker (AMM) für Paare unterschiedlicher Währungen, zum Beispiel Dollar- gegen Euro-Stablecoins. Er kombiniert eine bewegliche Preisreferenz mit automatischem Ausgleich durch Arbitrage — also durch Händler, die Preisunterschiede ausnutzen und dabei den Pool wieder ins Gleichgewicht bringen.

Quellen