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Israels größte Bank kooperiert mit Galaxy Digital für Bitcoin-, Ether- und Solana-Handel ab 2027

Von KryptoRatgeber · veröffentlicht 14. August 2026

Israels größte Bank kooperiert mit Galaxy Digital für Bitcoin-, Ether- und Solana-Handel ab 2027

Israels größte Bank wagt den Schritt in die Krypto-Welt: Laut übereinstimmenden Berichten von CoinDesk und Cointelegraph hat Bank Leumi eine Partnerschaft mit dem US-Krypto-Unternehmen Galaxy Digital angekündigt, um ihren Kunden ab Anfang 2027 den Handel mit Bitcoin, Ether und Solana direkt über die eigene Banking-App zu ermöglichen. Damit wäre Leumi die erste israelische Bank mit einem solchen Angebot — ein Zeichen dafür, dass klassische Geldhäuser weltweit Krypto zunehmend als reguläres Finanzprodukt behandeln.

Galaxy liefert die Technik, Leumi die Kunden — so soll der Handel funktionieren

Laut übereinstimmenden Berichten von Israel's Largest Bank Partners With Galaxy for Crypto Trading (CoinDesk) und Israel's Largest Bank Taps Galaxy to Offer Bitcoin, Ether and Solana Trading (Cointelegraph) wird der Service über eine dedizierte Sektion der Leumi Trade App abgewickelt — also der bestehenden Handelsplattform der Bank. Auch Nutzer von Pepper, der mobilen Banking-Tochter von Leumi, sollen Zugang erhalten.

Die technische Infrastruktur dahinter stellt vollständig Galaxy Digital bereit: Der eigentliche Kauf und Verkauf der Kryptowährungen läuft über GalaxyOne Institutional, Galaxys institutionelle Handelsplattform. Die sichere Aufbewahrung — die sogenannte Krypto-Verwahrung, also das verwaltete Speichern digitaler Vermögenswerte — übernimmt Galaxys hauseigene Custody-Infrastruktur, die früher unter dem Namen GK8 bekannt war.

Was der Dienst die Kunden kosten wird und welche Voraussetzungen für die Teilnahme gelten, wurde laut CoinDesk bislang nicht bekanntgegeben. Galaxy Digital ist seit Mai 2025 unter dem Kürzel GLXY an der Nasdaq gelistet und verzeichnete im zweiten Quartal 2026 laut Cointelegraph einen Nettoverlust von 85 Millionen US-Dollar — bei gleichzeitig wachsendem Digital-Assets-Geschäft.

Was es bedeutet, wenn die Bank den Krypto-Handel selbst übernimmt

Der entscheidende Unterschied zu einer externen Krypto-Börse liegt nicht in den Coins, sondern im Vertrauen. Wer Bitcoin über seine Hausbank kauft, braucht kein neues Konto bei einem unbekannten Anbieter, muss keine Wallet — also eine Art digitale Brieftasche — einrichten und kennt den regulatorischen Rahmen. Für viele Menschen ist genau das die eigentliche Einstiegshürde.

Gleichzeitig lohnt sich ein nüchterner Blick auf das, was diese Partnerschaft nicht ist: Kunden halten ihre Coins nicht selbst. Die Verwahrung liegt bei der Infrastruktur von Galaxy Digital — das bedeutet, man vertraut der Bank und ihrem Dienstleister, nicht dem eigenen Schlüssel. Wer das Prinzip der Selbstverwahrung — also die eigenverantwortliche Kontrolle über die eigenen digitalen Vermögenswerte — ernst nimmt, wird dieses Modell grundsätzlich anders bewerten als jemand, dem Bequemlichkeit wichtiger ist. Beides sind legitime Positionen.

Für den deutschen Markt ist das Modell vor allem als Signal relevant: Wenn eine konservative Großbank in einem regulierten Markt diesen Schritt geht, erhöht das den Druck auf andere Institute weltweit, ähnliche Angebote zu prüfen. Ob und wann deutsche Banken folgen, ist offen — hierzulande gelten eigene regulatorische Anforderungen, etwa durch die BaFin-Lizenzpflicht für Krypto-Verwahrgeschäfte.

Was bleibt: Der Schritt von Leumi macht Krypto zugänglicher — aber nicht automatisch einfacher oder risikoloser.

Wenn die Bank zur Krypto-Börse wird: Was hinter dem Modell steckt

Wer Bitcoin, Ether oder Solana kaufen möchte, hat das bislang meist über spezialisierte Krypto-Börsen getan — getrennt vom gewohnten Bankkonto. Das Modell, das Bank Leumi nun verfolgt, dreht das um: Die Bank bleibt die zentrale Anlaufstelle, übernimmt aber nicht alles selbst. Galaxy Digital liefert im Hintergrund die technische Infrastruktur für Handel und Verwahrung.

Verwahrung — also die sichere Aufbewahrung digitaler Vermögenswerte — ist dabei ein entscheidender Punkt. Bei bankbasierter Verwahrung hält die Bank (bzw. ihr Dienstleister) die Zugriffsschlüssel, nicht der Kunde selbst. Das ist praktisch, bedeutet aber auch, dass man auf die Sicherheitsvorkehrungen des Anbieters angewiesen ist. Wer das selbst in der Hand haben möchte, sollte sich mit Krypto-Verwahrung und den Alternativen vertraut machen.

Galaxy Digital ist seit Mai 2025 unter dem Kürzel GLXY an der Nasdaq börsennotiert.

Häufige Fragen

Können deutsche Bankkunden über Bank Leumi Krypto handeln?

Nein. Das Angebot richtet sich ausschließlich an Kunden von Bank Leumi in Israel – also Inhaber eines Kontos bei der Bank oder der Tochter Pepper. Für Nutzer in Deutschland oder anderen Ländern ist der Dienst nicht zugänglich. Wer hierzulande Krypto über eine Bank handeln möchte, muss auf entsprechende Angebote deutscher oder europäischer Institute warten.

Was bedeutet es, dass Galaxy Digital die Verwahrung übernimmt?

Bei diesem Modell liegt die Krypto-Verwahrung – also die sichere Aufbewahrung der digitalen Vermögenswerte – nicht beim Kunden selbst, sondern bei Galaxy Digital. Das ist vergleichbar mit einem klassischen Depot: Die Bank verwahrt die Wertpapiere, der Kunde sieht nur den Kontostand. Wer stattdessen die volle Kontrolle über seine Coins bevorzugt, nutzt eine eigene Wallet.

Wann genau startet der Service?

Laut CoinDesk und Cointelegraph ist ein Start in früh 2027 geplant. Konkrete Daten, Gebühren oder Teilnahmebedingungen wurden bislang nicht bekanntgegeben.

Quellen