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Arbitrum tritt Paxos-geführtem Global Dollar Network bei – USDG startet auf Layer-2
Von KryptoRatgeber · veröffentlicht 06. Oktober 2026

Laut übereinstimmenden Berichten von CoinDesk und Cointelegraph ist der Stablecoin Global Dollar (USDG) des Unternehmens Paxos Anfang Oktober 2026 nativ auf Arbitrum One gestartet — einem Ethereum-Erweiterungsnetzwerk, das Transaktionen schneller und günstiger abwickelt als die Hauptkette. Damit tritt Arbitrum dem sogenannten Global Dollar Network bei, einem Konsortium aus mehr als 150 Partnern, das Reserveerträge aus dem Stablecoin unter seinen Mitgliedern aufteilt. Für deutsche Nutzer zeigt dieser Schritt, wie Blockchain-Netzwerke zunehmend versuchen, direkt am Wachstum des digitalen Dollar-Marktes mitzuverdienen — statt nur als Infrastruktur im Hintergrund zu dienen.
USDG auf Arbitrum: Welche Protokolle mitmachen – und was Paxos' Netzwerk so ungewöhnlich macht
Laut übereinstimmenden Berichten von CoinDesk und Cointelegraph ist USDG auf Arbitrum One direkt in mehrere etablierte DeFi-Protokolle — also dezentrale Finanzanwendungen — eingebunden: Fluid und Morpho ermöglichen das Verleihen und Ausleihen von Token, GMX ist eine Handelsplattform für Derivate, Maple richtet sich an institutionelle Kreditnehmer. Der Krypto-Börse Kraken übernimmt Ein- und Auszahlungen, während das Protokoll LayerZero beziehungsweise dessen Brückenanwendung Stargate — ein Dienst, der Token zwischen verschiedenen Blockchains bewegt — kettenübergreifende Transfers ermöglicht.
Das Global Dollar Network zählt laut CoinDesk mehr als 150 Partner, darunter Robinhood, Mastercard und OKX. Das Besondere am Modell: Wer aktiv zur Verbreitung von USDG beiträgt, erhält einen Anteil an den Erträgen aus den Reserven — also den Zinsen, die mit den hinterlegten Dollar-Beständen erwirtschaftet werden. Derzeit liegt USDG laut Cointelegraph bei rund 3,09 Milliarden US-Dollar im Umlauf und ist damit der siebtgrößte Stablecoin weltweit; der Großteil des Angebots zirkuliert bislang auf X Layer, Robinhood Chain und Solana.
Wer verdient am digitalen Dollar? Arbitrum will nicht länger leer ausgehen
Bisher war die Rollenverteilung klar: Stablecoin-Emittenten wie Circle parken Milliarden in Staatsanleihen, streichen die Zinsen ein — und die Netzwerke, über die diese Token täglich fließen, schauen zu. Arbitrum trägt mit schätzungsweise 3,8 Milliarden US-Dollar in Stablecoins erheblich zur Nachfrage bei, erhält aber keinen Cent der Reserveerträge. Genau das soll sich durch die USDG-Partnerschaft ändern.
Das Modell von Paxos dreht den Spieß um: Wer zur Verbreitung beiträgt, bekommt einen Anteil am Ertrag. Das klingt attraktiv — birgt aber einen Haken. Der Governance-Vorschlag, der USDG zum strategischen Ziel erklären und 100 Millionen ARB in ein Anreizprogramm stecken soll, war zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch nicht beschlossen. Die ARB-Token-Inhaber müssen dem erst zustimmen. Ob das gelingt und in welcher Form, ist offen.
Hinzu kommt: USDG ist mit rund 3,09 Milliarden Dollar im Umlauf zwar beachtlich, aber weit hinter dem Platzhirschen USDC. Auf Arbitrum dominiert USDC mit rund 60 Prozent — ein Gleichgewicht, das sich nicht durch einen einzigen Partnerschafts-Coup verschieben lässt.
Interessant ist der breitere Trend: Gleich mehrere Stablecoin-Konsortien buhlen gerade um dieselbe Verteilungslogik — OpenUSD mit Mastercard, Visa und Stripe, das europäische Qivalis mit 37 Banken. Arbitrum setzt damit auf ein Pferd in einem Rennen, das gerade erst richtig beginnt. Für Nutzer bedeutet das vorerst vor allem: mehr Auswahl, mehr Wettbewerb — und noch keine Gewissheit, wer am Ende das Tempo vorgibt.
Warum Stablecoin-Erträge plötzlich für Netzwerke interessant werden
Stablecoins — digitale Token, die stets einen festen Wert von einem US-Dollar abbilden — funktionieren wie digitales Bargeld. Der Emittent, in diesem Fall Paxos, hält die eingezahlten Dollar als Reserven und legt sie in sichere Wertpapiere an. Die daraus entstehenden Zinserträge fließen bislang meist vollständig an den Emittenten — nicht an die Plattformen, die den Stablecoin täglich nutzen.
Genau hier setzt das Modell des Global Dollar Network an: Wer USDG verbreitet und nutzt, bekommt einen Teil dieser Erträge abgetreten. Das ist der entscheidende Unterschied zu etablierten Konkurrenten wie Circle's USDC.
Arbitrum One ist als sogenanntes Layer-2-Netzwerk — eine Erweiterungsschicht, die Transaktionen bündelt und deutlich günstiger macht als die Ethereum-Hauptkette — technisch prädestiniert für hohe Transaktionsvolumen. Bisher verdiente das Netzwerk an den dort zirkulierenden Stablecoins jedoch nichts. Das ist der Ausgangspunkt der neuen Partnerschaft.
Häufige Fragen
Was ist das Global Dollar Network — und wer verdient daran?
Das Global Dollar Network ist ein Konsortium aus mehr als 150 Unternehmen, darunter Robinhood, Kraken, Mastercard und OKX. Das Modell unterscheidet sich von klassischen Stablecoins dadurch, dass die Reserveerträge — also die Einnahmen aus der Anlage der Deckungsmittel — nicht allein beim Emittenten Paxos verbleiben, sondern anteilig unter den Partnern verteilt werden, die aktiv zur Verbreitung von USDG beitragen.
Ist USDG dasselbe wie USDC oder USDT?
Nein. USDG ist ein eigenständiger Stablecoin von Paxos und nicht zu verwechseln mit USDC (ausgegeben von Circle) oder USDT (Tether). Laut Cointelegraph ist USDG mit rund 3,09 Milliarden US-Dollar im Umlauf der siebtgrößte Stablecoin nach Marktkapitalisierung. Auf Arbitrum selbst dominiert bislang USDC deutlich: Etwa 60 Prozent der dort zirkulierenden rund 3,8 Milliarden Dollar in Stablecoins entfallen auf Circles Token.
Was bedeutet der ARB-Governance-Vorschlag für das Netzwerk?
Der ArbitrumDAO — dem Gremium, das über Netzwerkentscheidungen abstimmt — wurde ein Vorschlag vorgelegt, der USDG-Wachstum als strategisches Ziel verankern, 100 Millionen ARB in ein Anreizprogramm namens DRIP überführen und Treasury-Mittel zur Stärkung der USDG-Liquidität einsetzen soll. Zum Zeitpunkt der Berichterstattung war dieser Vorschlag noch nicht beschlossen.