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Glossar

GPU-Mining

Aktualisiert 12. Juni 2026

GPU-Mining ist der Einsatz von Grafikprozessoren (Graphics Processing Units) zur Berechnung von Proof-of-Work-Hashes, mit dem Ziel, neue Blöcke in einer Blockchain zu validieren und dafür Block-Belohnungen zu erhalten.

Warum GPUs statt CPUs?

Der entscheidende Vorteil einer GPU gegenüber einer herkömmlichen CPU liegt in der Architektur: Während eine CPU auf wenige, sehr leistungsstarke Kerne ausgelegt ist, die Aufgaben sequenziell abarbeiten, verfügt eine GPU über Tausende kleinerer Kerne für massive Parallelverarbeitung. Hashing-Algorithmen wie Ethash oder KawPow verlangen genau das – sie zerlegen die Arbeit in zahlreiche gleichzeitige Rechenoperationen. Eine GPU erledigt diese in einem Bruchteil der Zeit, die eine CPU benötigen würde.

Aufbau und historische Bedeutung

Ein typisches GPU-Mining-Rig besteht aus vier bis zwölf Grafikkarten, die auf einem Spezial-Mainboard zusammengeschlossen werden, ergänzt durch ein leistungsstarkes Netzteil, RAM und eine Mining-Software. Die Karten teilen sich die Arbeit und erhöhen so gemeinsam die Hashrate des Systems.

Historisch war GPU-Mining die dominierende Mining-Methode. Für Bitcoin verlor sie jedoch an Bedeutung, als spezialisierte ASICs (Application-Specific Integrated Circuits) auf den Markt kamen – Chips, die ausschließlich für einen einzigen Algorithmus gebaut sind und dabei deutlich effizienter arbeiten als jede GPU. ASIC-resistente Algorithmen wie Ethash wurden bewusst so konzipiert, dass GPUs wettbewerbsfähig bleiben.

Ethereum war bis zu seinem Wechsel zu Proof-of-Stake im September 2022 (The Merge) die bedeutendste GPU-minbare Kryptowährung. Dieser Wechsel ließ weltweit Millionen von Grafikkarten ohne primären Mining-Einsatzzweck zurück und veränderte den Sekundärmarkt für Grafikkarten spürbar.

Kritik und Risiken

GPU-Mining steht aus mehreren Gründen in der Kritik. Der hohe Energieverbrauch eines größeren Rigs – bei dauerhaftem Vollbetrieb schnell mehrere Kilowatt – wirft Fragen zur ökologischen Bilanz auf. Hinzu kommt das Phänomen des Cryptojacking: Angreifer schleusen Schadsoftware ein, die heimlich GPU-Ressourcen fremder Rechner oder Cloud-Instanzen für das Mining missbraucht, ohne dass die Eigentümer davon wissen. Für Unternehmen und DevOps-Teams stellt das eine ernst zu nehmende Bedrohung für die Systemintegrität dar.

Für Einsteiger relevant ist zudem die Abgrenzung zum Bitcoin Halving: Jede Halbierung der Block-Belohnung verändert die wirtschaftlichen Grundlagen des Minings direkt – unabhängig davon, ob mit GPU oder ASIC gearbeitet wird.

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