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Glossar

Danksharding

Aktualisiert 12. Juni 2026

Danksharding ist die finale Ausbaustufe von Ethereums Sharding-Roadmap, bei der durch massiv erweiterte Datenverfügbarkeit Hunderte von Rollups parallel betrieben und Millionen Transaktionen pro Sekunde abgewickelt werden können – benannt nach dem Ethereum-Forscher Dankrad Feist, der das Konzept maßgeblich entwickelt hat.

Einordnung: Von Proto-Danksharding zur vollen Umsetzung

Der Weg dorthin verlief schrittweise. Mit dem Upgrade EIP-4844 (Proto-Danksharding, aktiviert im März 2024) wurden sogenannte Blob-Transaktionen eingeführt: temporäre Datenpakete, die Rollups kostengünstiger an die Ethereum-Basisschicht anhängen können, als es herkömmliche Calldata erlaubte. Proto-Danksharding legte damit das technische Fundament – Danksharding setzt diesen Ansatz in wesentlich größerem Maßstab fort. Während EIP-4844 eine handvoll Blobs pro Block ermöglicht, soll vollständiges Danksharding diesen Raum um ein Vielfaches ausweiten.

Zwei Kerninnovationen

Merged Fee Market (Zusammengeführter Gebührenmarkt): Im klassischen Sharding hätte jeder Shard seinen eigenen Block-Proposer gehabt, was MEV-Risiken (Maximal Extractable Value) multipliziert hätte. Danksharding trennt die Rollen klar: Ein einziger Proposer pro Block wählt aus, welcher Block angenommen wird, während spezialisierte Block-Builder die Transaktionsreihenfolge zusammenstellen. Diese Trennung reduziert Manipulationsmöglichkeiten und hält die Anforderungen an Validatoren niedrig – ein Gewinn für die Dezentralisierung.

Data Availability Sampling (DAS): Das zweite Kernelement löst das Skalierungsproblem auf der Verifikationsseite. Anstatt alle Blockdaten herunterzuladen, prüfen Nodes nur zufällige Stichproben der Blobs. Die mathematische Grundlage bilden KZG-Commitments (Kate-Zaverucha-Goldberg), kryptografische Nachweise, mit denen sich die Vollständigkeit eines Datensatzes aus kleinen Teilproben belegen lässt. Ein Light Node kann damit Datenverfügbarkeit mit hoher Sicherheit bestätigen, ohne die gesamten Rohdaten zu empfangen – ein entscheidender Schritt, um die Anforderungen an Netzwerkteilnehmer nicht ins Unbezahlbare zu treiben.

Bedeutung für das Blockchain-Trilemma

Danksharding adressiert die Datenschicht, nicht die Ausführungsschicht. Die eigentliche Transaktionsverarbeitung bleibt bei Rollups, die komprimierte Beweise auf Ethereum ablegen. Ethereum fungiert damit als Datenverfügbarkeits- und Abrechnungsschicht, nicht als universeller Rechenknoten. Diese Arbeitsteilung ist der Grund, warum Danksharding als konsequenteste Umsetzung der rollupzentrierten Skalierungsstrategie gilt. Vollständiges Danksharding ist zum jetzigen Stand noch Teil der künftigen Ethereum-Roadmap und noch nicht im Mainnet aktiviert.

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