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Glossar

All-Time-High

Aktualisiert 12. Juni 2026

All-Time-High (kurz: ATH) ist der höchste Kurs, den ein Vermögenswert seit seiner Erstnotierung jemals erreicht hat – gemessen am gehandelten Preis oder, alternativ, an der Marktkapitalisierung.

Das Konzept gilt klassenübergreifend für Aktien, Rohstoffe und Kryptowährungen, ist aber im Kryptomarkt besonders präsent, weil dort die vollständige Kurshistorie eines Assets öffentlich und lückenlos einsehbar ist. Sobald ein neues ATH markiert wird, ersetzt es den bisherigen Höchstwert – es kann also immer nur ein einziges ATH geben, das sich mit jeder Überschreitung aktualisiert. Das direkte Gegenstück ist das All-Time-Low (ATL): der historisch tiefste Kurs desselben Vermögenswerts.

Wie entsteht ein ATH?

ATHs bilden sich typischerweise in Phasen ausgeprägter Kaufdynamik: hohes Anlegerinteresse, gestiegene Marktliquidität und breiter Optimismus treiben die Nachfrage über alle bisherigen Hochs hinaus. Im Kryptomarkt fallen solche Phasen häufig mit makroökonomischen Impulsen, regulatorischen Weichenstellungen oder zyklischen Ereignissen wie dem Bitcoin Halving zusammen. Bitcoin etwa hat im Verlauf seiner Geschichte mehrere ATHs markiert, die jeweils als langfristige Referenzpunkte für Investoren und Analysten fungieren.

Neben dem reinen Kursniveau wird auch die Marktkapitalisierung auf ATH-Basis beobachtet. Beide Kennzahlen können zeitlich auseinanderfallen: Ein Token mit gestiegener Circulating Supply kann ein Marktkapitalisierungs-ATH erreichen, ohne zwingend den historischen Höchstpreis zu übertreffen.

Bedeutung als Referenzpunkt

In der technischen Analyse gilt ein bestätigtes ATH als Hinweis auf intaktes bullisches Momentum – ältere Widerstände existieren oberhalb des bisherigen Hochs schlicht nicht mehr, was die Kursfindung in unbekanntes Terrain verlagert. Historische Auswertungen zeigen, dass Folgekurse nach einem neuen ATH im Schnitt überdurchschnittlich ausgefallen sind. Das macht ATHs zu einem vieldiskutierten Analysepunkt.

Wichtiger Hinweis: Ein ATH ist eine rein deskriptive Kennzahl. Es ist kein Handelssignal und keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Technische Muster und historische Muster können jederzeit scheitern; vergangene Kursverläufe erlauben keine Rückschlüsse auf künftige Entwicklungen. Die Entscheidung, zu welchem Zeitpunkt und ob überhaupt gehandelt wird, liegt ausschließlich bei der jeweiligen Person – idealerweise nach eigenständiger Analyse und, wo sinnvoll, fachkundiger Beratung.

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